Moskau ist besorgt über den Beschluss Ottawas, seine Militärmission in der Ukraine zu verlängern, sowie über mögliche Munitionslieferungen für die ukrainische Armee, wie die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag sagte.

Demnach verfügt Moskau über Informationen, wonach Ottawa Munition an die ukrainischen Streitkräfte geliefert haben soll, „die zweifellos in den Konfliktraum gelangen“.

Sacharowa zufolge stört das Vorgehen Kanadas, dessen Instrukteure „ukrainische Militärangehörige für ihre weitere Entsendung in den Donbass“ ausbilden, die politische Regelung in der Region.

„Anstatt Druck auf Kiew auszuüben, damit es die Minsker Abkommen erfüllt, spielt Ottawa offen den Anhängern einer gewaltsamen Lösung der Donbass-Situation in die Hände und fördert ein weiteres Blutvergießen“, sagte Sacharowa.

Zuvor hatte auch die russische Botschaft in Ottawa den Beschluss der kanadischen Führung kritisiert, deren Militärmission in der Ukraine zu verlängern.

Die Operation Unifier hatte im Jahr 2015 in der Ukraine begonnen. Seither sind in der Ukraine rund 200 kanadische Militärs stationiert.

Ende Januar hatten die Volkswehrmilizen und die ukrainischen Militärs eine Zuspitzung der Situation im Donbass gemeldet. Die Konfliktseiten beschuldigen sich gegenseitig, die jeweils andere Seite massiv unter Beschuss zu nehmen und an der Trennlinie Feuerangriffe vorzunehmen. Am schwersten betroffen waren Awdejewka und Jasinnowataja unweit von Donezk. Die ukrainische Führung hat über den von Kiew kontrollierten Ort Awdejewka, wo die Wasser- und Stromversorgung unterbrochen ist, den Ausnahmezustand verhängt. Donezk selbst wurde nach Angaben der dortigen Behörden aus Mehrfachraketenwerfern „Grad» und „Uragan» erstmals seit zwei Jahren beschossen.