Moskau fordert von der CIA eine umfangreiche Antwort auf die jüngste WikiLeaks-Publikation. Sollten sich nämlich diese Informationen bewahrheiten, ist das gefährlich und kann das Vertrauen zwischen den Staaten untergraben, wie die amtierende Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag sagte.

„Sollte sich diese Information bestätigen – und das wollen wir sehr, damit in Washington die Geheimdienste endlich in voller Länge und vollem Umfang auf die veröffentlichten Dokumente mit konkreten Fakten antworten –, dann birgt sie eine enorme Gefahr für die ganze Welt und die internationale Sicherheit“, so Sacharowa bei einem Briefing am Freitag. Die von der Enthüllungsplattform Wikileaks am Dienstag veröffentlichten Materialien sollen die bisher größte Publikation von Dokumenten zu dem US-Geheimdienst CIA sein. Darin ist vor allem auch von einer „verdeckten Hacker-Zentrale“ im US-Generalkonsulat in Frankfurt am Maindie Rede.

„Aus diesen Materialien wurde klar, dass eine solche Möglichkeit (des Abhörens seitens der CIA – Anm. d. Red.) besteht“, so Sacharowa ferner. „Gefährlich“ sei das „aus der Sicht des bestehenden Systems der internationalen Beziehungen. Dementsprechend untergaben derartige Handlungen, wenn sie sich bewahrheiten, in der Tat einfach das Vertrauen, das mit harter Arbeit zwischen den Staaten aufgebaut wurde“, fügte die Sprecherin hinzu. Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte am 7. März unter dem Codenamen „Vault-7“ mehr als 8.700 geheime CIA-Dokumente aus einem Hochsicherheits-Netzwerk veröffentlicht, die einen Überblick über das geheime Hacking-Arsenal der CIA enthielten, welches das gezielte Ausnutzen von Schwachstellen in Systemen (sogenannte Zero-Day-Exploits) ermöglichten. Mit diesen Mitteln könnten WikiLeaks zufolge iPhones von Apple, Android-Geräte von Google, Windows-Rechner und sogar Fernseher angegriffen werden.

Die Schadsoftware selbst wurde bisher jedoch nicht veröffentlicht. Laut Wikileaks ist ihre Publikation in dem Fall zu erwarten, sollte in der Gesellschaft ein Konsens hinsichtlich ihrer Analyse und „Entschärfung“ erzielt werden.