Bei der Minenräumung in der befreiten syrischen Oasenstadt Palmyra sollen 187 russische Sprengstoffexperten und 32 Einheiten Spezialtechnik eingesetzt werden, wie Sergej Rudskoj, Chef der Hauptverwaltung Operatives im russischen Generalstab, am Freitag bei einem Pressegespräch sagte.

„Für die Entminung des von den Terroristen befreiten Palmyra ist bereits eine erste Gruppe des Zentrums für Minenräumung der russischen Streitkräfte nach Syrien gekommen“, so Rudskoj.

Bei den Entminungsarbeiten seien unter anderem die neuesten Roboter-Komplexe und speziell ausgebildete Hunde im Einsatz. Zudem rief Rudskoj alle interessierten Seiten auf, sich ebenso an der Minenräumung der Kulturdenkmäler in Palmyra zu beteiligen.

„Der Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (auch ‚Islamischer Staat‘, IS – in Russland verboten) und der Wiederaufbau des friedlichen Lebens in Syrien werden weiter fortgesetzt“, sagte Rudskoj anschließend. Zuvor hatte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu dem Präsidenten Wladimir Putin berichtet, dass die syrischen Streitkräfte mit russischer Luftunterstützung die Oasenstadt Palmyra vom IS befreit hatten.

Die Terroristen hatten die Unesco-Weltkulturerbestätte erstmals im Mai 2015 besetzt, dort mehrere antike Baudenkmäler gesprengt und öffentliche Hinrichtungen im römischen Amphitheater verübt. Im Mai 2016 hatte das syrische Militär mit russischer Luftunterstützung die Terroristen aus der Stadt verdrängt, musste sie aber im Dezember nach massiven Angriffen der Terroristen erneut aufgeben. Am 2. März 2017 wurde Palmyra nun erneut zur Gänze befreit.