Am Mittwoch informierte das brandenburgische Innenministerium über die steigende Anzahl an Gewalttaten im Berichtsjahr 2016. Um 642 Fälle, also fast zwei pro Tag, erhöhte sich die Anzahl der schweren Gewaltstraftaten in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahr. Eine signifikante Ursache dafür ist die Zunahme von Straftaten durch Asylbewerber.

Knapp zwölf Prozent aller schweren Gewaltstraftaten gehen auf ihr Konto. „Das ist nicht unerheblich, und das ist ein deutlicher Anstieg“, erklärte Ministeriumssprecher Ingo Decker.

Ein ähnliches Bild bietet sich bei den Fällen von Körperverletzung, hier gehen zehn Prozent aller Taten von Asylbewerbern aus. Insgesamt kam es auch zu rund 2.000 Straftaten in Asylbewerberheimen. Auch die Anzahl der Sexualdelikte stieg deutlich an, fast zehn Prozent aller Vergewaltigungen wurden durch Asylbewerber begangen. Bei den „Beleidigungen im sexuellen Kontext“ (beispielsweise „Begrapschen“) sind es zwölf Prozent.

Dabei werden in der Statistik nur die Zahlen der „Zugewanderten“ erfaßt, Täter mit nicht-deutscher Herkunft, aber deutschem Paß werden erst gar nicht vermerkt.

Auch die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamte stieg kontinuierlich, mit 1.025 angegriffen Polizisten sind es 113 mehr als im Vorjahr.