Die Befreiung der syrischen Stadt Rakka von der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) ist für die syrische Armee vorrangig, wie der syrische Präsident Baschar al-Assad am Samstag in einem Interview mit dem Hongkonger TV-Sender „Phoenix“ sagte. Dies bedeute aber nicht, dass die Rückeroberung anderer Städte kein wichtiges Ziel sei.

„Jetzt haben wir uns Rakka genähert. Gestern haben unsere Truppen den Euphrat erreicht, der in der Nähe der IS-Hochburg Rakka liegt. Sodass Rakka für uns vorrangig ist. Dies bedeutet aber nicht, dass andere Städte kein wichtiges Ziel sind. Dies könnte gleichzeig erfolgen“, so Assad.

Die von den syrischen Regierungstruppen kontrollierte Stadt Palmyra liege auf dem Weg zu dem an den  Iran angrenzenden Deir ez-Zor. Jene Bezirke würden vom IS als Routen für logistische Unterstützung der Terroristen im Irak und in Syrien ausgenutzt.

Laut Assad kann die Befreiung von Rakka und Deir ez-Zor von den Terroristen mehrere Monate in Anspruch nehmen.  „Wenn wir uns vorstellen, dass es keinerlei ausländische Intervention gebe, kann dies mehrere Monate brauchen“, so Assad.

Der Krieg in Syrien sei dadurch erschwert, dass es im Land eine ausländische Intervention gebe.

„Es ist gut, dass wir unsere Gesellschaft angesichts dieser Intervention vereinigen konnten“. Rakka gilt als die IS-Hauptstadt in Syrien. Die Stadt wurde 2013 von den IS-Dschihadisten besetzt. Der IS stellt derzeit eine der größten Gefahren für die globale Sicherheit dar. Innerhalb von drei Jahren brachten die Terroristen weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle. Sie versuchen außerdem, ihren Einfluss auf Afghanistan auszudehnen.