Den Musikern der italienischen Post-Punk-Gruppe „Soviet Soviet“ ist die Einreise in die USA verweigert worden. Statt einer Konzert-Tour durch das Land der Freiheit gab es stattdessen eine Deportation.

 

Wie die Band auf ihrem Facebook-Profil mitteilte, wurden die Musiker nach einem mehrstündigen Verhör zu illegalen Migranten erklärt, obwohl sie keine Absichten hätten, in den USA weiter zu bleiben und dort nach Arbeit zu suchen.

„Wir sind am 8. März gegen Mittag in Seattle gelandet, um an dem SXSW-Festival teilzunehmen. Bei der Passkontrolle zeigten wir den Brief von unserem US-Label, in dem es um eine Konzert-Serie mit Werbeabsichten ging, und darum, dass wir dafür kein Geld bekommen; wir zeigten auch die Einladung des Festivalveranstalters“, hieß es in dem Facebook-Beitrag der Gruppe.

 

Nach dem Verhör wurden ihnen die Fingerabdrücke abgenommen und ihre Handys beschlagnahmt. In Handschellen wurden die Musiker dann auf ein Polizeirevier gebracht, wo sie die Nacht verbringen mussten.

Am nächsten Tag ging es für sie dann im ersten Flieger zurück nach Italien.

„Wir reagierten mit Erleichterung auf die Deportation und auf das Ende dieser demütigenden, grausamen und stressvollen Situation“, so die Band.

Donald Trump hatte am 27. Januar das erste Terrorschutz-Dekret unterzeichnet und damit heftige Reaktionen in den USA selbst und auch weltweit ausgelöst. Die Aufnahme von Flüchtlingen wurde damit zeitweilig eingestellt: aus Syrien unbegrenzt, aus anderen Ländern für 120 Tage. Für 90 Tage wurde auch Bürgern aus Ländern, die „besondere Besorgnisse hervorrufen“, die Einreise verboten, so aus Syrien, dem Iran, dem Irak, Libyen, Somalia, Sudan und dem Jemen. Zwar ist dieses Verbot mittlerweile aufgehoben worden, doch Trump hat bereits eine neue, überarbeitete Version des Dekrets unterzeichnet. Diese soll Medienberichten zufolge am 16. März in Kraft treten.

Quelle: Sputnik