Das Pariser Außenministerium hat am Sonntag die türkischen Behörden aufgefordert, die Spannungen mit den Niederlanden zu reduzieren. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Sputnik. Zudem sollen sie von weiteren Provokationen absehen.

Die niederländische Polizei hatte der türkischen Familienministerin in der Nacht zum Sonntag den Zutritt zum türkischen Konsulat verweigert und eskortierten sie später zurück zur deutschen Grenze. Dem Bürgermeister von Rotterdam Ahmed Aboutaleb zufolge kam die Ministerin unangekündigt aus Deutschland und versuchte zudem, die niederländischen Behörden zu täuschen. Daraufhin randalierten protestierende AKP-Anhänger mehrere Stunden durch Rotterdam. Auch vor den niederländischen Vertretungen in Berlin und Istanbul kam es zu spontanen Protesten seitens Erdoğan-Unterstützer.

 

Angesichts der derzeitigen Spannungen zwischen der Türkei und einigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ruft Frankreich zur Besonnenheit auf. Zudem fordert es die türkischen Behörden auf, Exzesse und Provokationen zu vermeiden», erklärte das französische Außenministerium.

Paris zufolge sei es äußerst wichtig, «Verantwortungsbewusstsein zu zeigen und unnötige Polemiken zu vermeiden.» Wenige Stunden vor der Erklärung sprach der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu auf einer AKP-Wahlkampfveranstaltung in der französischen Stadt Metz.

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