Mindestens 33 Menschen sind bei schweren Krawallen im Schwarzmeer-Badeort Batumi in der georgischen Republik Adscharien verletzt worden. Auslöser der Proteste war örtlichen Medien zufolge ein Streit zwischen einem Polizisten und einem Autofahrer, der seinen Strafzettel nicht bezahlen wollte.



 

Laut Augenzeugenberichten beleidigte der Polizeibeamte den Autofahrer während des Vorfalls. Die sich in der Nähe befindenden Menschen sollen sich daraufhin für den Mann eingesetzt haben, was dann zu einer heftigen Auseinandersetzung geführt habe.

Etwas später versammelten sich etwa 1000 Menschen vor dem Polizeihauptquartier in Batumi. Sie forderten den Rücktritt des Chefs der Streifenpolizei, Malchas Batiaschiwili. Die Protestler beklagten, dass Bußgelder stark angestiegen seien, seitdem Batiaschiwili im Amt sei.

In dem Video ist das Ausmaß der Krawalle zu sehen: zahlreiche umgekippte und zerstörte Autos, fliegende Feuerwerkskörper. Spezialkräfte setzten Tränengas und Gummigeschoße gegen die Randalierer ein.

Laut dem Gesundheitsminister von Adscharien, Saal Mikeladse, gab es am Samstagabend 33 Verletzte, darunter 15 Polizisten. 40 Menschen seien festgenommen worden.

„Mindestens zehn Autos wurden verbrannt, in dem Bereich, wo die Ausschreitungen stattgefunden haben, wurde die Infrastruktur beschädigt“, sagte der Regierungschef von Adscharien, Surab Pataradse.

Der georgischer Premierminister Georgi Kwirikaschwili machte am Sonntag die Opposition für die Ausschreitungen verantwortlich. „Das ist ein Beispiel dafür, wie ein alltäglicher Anlass von destruktiven politischen Kräften zur Eskalation genutzt wird“, sagte Kwirikaschwili gegenüber Journalisten.

Quelle: Sputnik