Lettland hat seine Militärs nicht in das Gebiet Pskow (im Nordwesten Zentralrusslands) geschickt, wo diese eine dort stationierte russische Heeresfliegergruppe besuchen sollten, wie Russlands Verteidigungsministerium mitteilte.

 

 

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, dass es lettische Militärs eingeladen hatte, die Heeresfliegergruppe in der Stadt Ostrow sowie die Pskower Luftlandetruppen zu besuchen. Die Einladung löste viel Besorgnis bei der lettischen Seite aus.

„Die Nato-Solidarität hat Lettland jedoch nicht erlaubt, seine Vertreter zu schicken, um sich von dem Fehlen jeglicher realen Gefahren seitens des russischen Verteidigungsministeriums in dem entsprechenden Gebiet zu überzeugen“, hieß es aus der russischen Behörde.

Die russische Militärbehörde kommentierte auch die Worte des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg darüber, dass die Allianz-Führung 2016 nicht weniger als zehn Mal russische Beobachter zu Militärübungen eingeladen hätte.

 

Laut dem russischen Verteidigungsministerium bekamen sie dagegen nur noch eine Einladung – zu den Manövern Anakonda-2016 in Polen. Russische Beobachter hatten dabei die Umgebung der Übungen außerhalb der Einladung kontrolliert. Dabei wurden ihnen jegliche Informationen und Fragestellungen verweigert.

Indes hatte das russische Verteidigungsministerium im Vorjahr rund 30 Mal Nato-Vertreter zu unterschiedlichen Veranstaltungen eingeladen, darunter auch zu der fünften Weltsicherheitskonferenz in Moskau, zu den internationalen Armee-Spielen 2016, zum Armee-2016-Forum sowie zur persönlichen Beobachtung der Übungen der russischen Militärs bei den Manövern Kaukasus-2016.