Russland strebt nach einer Demilitarisierung von Zentraleuropa, was Moskau auch versprochen worden war, wie die französische Präsidentschaftskandidatin und Chefin des Front National, Marine Le Pen, in einem Interview mit der polnischen Zeitung „Rzeczpospolita“ sagte.

 

„Präsident Putin will Zentraleuropa nicht so sehr in eine russische Einflusszone verwandeln, sondern in eine neutrale Zone. Die Wahrheit ist, dass das Abkommen, das mit Russland geschlossen worden war, gebrochen wurde“, sagte Le Pen. „Das Territorium wurde militarisiert, obwohl Russland versprochen worden war, dies nicht zuzulassen. Und Putin will einfach, dass diese Gebiete wieder demilitarisiert werden.“

Man habe sich mehrere Jahrzehnte an diese Verpflichtung gehalten. „Es gibt keinen Grund, dieser Verpflichtung künftig nicht nachzugehen“, kommentierte Le Pen die Stärkung des östlichen Nato-Flügels.

In der Allianz wird regelmäßig über die militärische Stärkung im Baltikum und in der Schwarzmeerregion gesprochen. Diese Aktivitäten erklärt die Nato mit einer angeblichen russischen Bedrohung. Moskau beteuerte aber mehrmals, dass es niemals mit einem Nato-Land einen Krieg entfesseln, jedoch auch  keine Verstärkung der Allianz an seinen Grenzen unbeantwortet lassen werde.

2016 beschloss die Nato bei einem Gipfel in Warschau, in Lettland, Litauen, Estland und Polen vier multinationale Bataillone zu stationieren.