Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) ist nicht unabhängig und kann nicht ordnungsmäßig ihre Pflichten erfüllen, sagte der Chef der US-Anti-Doping-Agentur (Usada), Travis Tygart, gegenüber der Agentur Reuters.

Bei einem Wada-Treffen im schweizerischen Lausanne sagte Tygart, dass die Wada keine entscheidenden Maßnahmen zum Kampf gegen die Verstöße ergreifen könne. Laut ihm ist die Organisation nicht unabhängig:

„Das ist ein Fuchs, der den Hühnerstall bewacht.“

Außerdem betonte er, dass es sehr wichtig sei, aufzuklären, welche Rolle eigentlich die Wada spiele. Sie sollte laut ihm als globales Regulierungsinstrument agieren und „erst dann können wir verstehen“, was finanziert werden solle.

Früher im Rahmen des Wada-Symposiums hatte der Präsident der Agentur, Craig Reedie, die suspendierte russische Anti-Doping-Agentur (Rusada) für ihren Reformprozess gelobt. Russlands Sportminister Pawel Kolobkow räumte bei einer Rede ein, dass es zwar ein Doping-Probleme im Land gebe, wies jedoch die Behauptungen im Bericht des kanadischen Anwalts Richard McLaren über die Existenz eines staatlichen Doping-Programms in Russland zurück.
Medienberichten zufolge gelten die USA als Hauptsponsor der Wada. Demnach sollen die Vereinigten Staaten im Vorjahr über zwei Millionen US-Dollar dafür ausgegeben haben.

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