Von der Öffentlichkeit nur am Rande beachtet, doch durchaus „sicherheitsrelevant“: aufgrund des Kontaktabbruchs zu einer Passagiermaschine wurden am Freitag sämtliche Atomkraftwerke in Deutschland evakuiert. Außerdem stiegen Eurofighter-Abfangjäger des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 auf, um das Flugzeug zu begleiten.

 

In der Luft konnte die Situation jedoch schnell geklärt werden. Per Sichtkontakt konnte festgestellt werden, daß die Maschine der Air-India-Fluglinie sich nicht in der Hand von Terroristen befand.

Ein Sprecher der Luftwaffe erklärte, der Kontakt zu dem Zivilflugzeug sei schon über Ungarn abgebrochen. Danach begleiteten tschechische Militärmaschinen das verdächtigte Flugzeug und übergaben dieses anschließend an die deutschen Kampfpiloten.

Laut dem Energiewende-Ministerium hatte es sich bei dem Einsatz um einen sogenannten „Renegade“-Alarm gehandelt. Dabei müsse von einer terroristischen Absicht ausgegangen werden, etwa um ein gekapertes Flugzeug in ein Kraftwerk zu lenken. Seit 2003 beschäftigt sich das „Nationale Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum“ mit der Prävention solcher Fälle. Die Behörde wurde als Reaktion auf die Terroranschläge des 11. September 2001 gegründet. Am Freitag konnte die Situation jedoch innerhalb von 22 Minuten geklärt werden.

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