Nachdem Russland und Südossetien ein Abkommen über die Integration einzelner südossetischer Armeeabteilungen in die russische Armee abgeschlossen haben, wird das bevorstehende Referendum über den Russland-Beitritt wohl kaum zu einer tatsächlichen Vereinigung führen

Das offizielle Informationsportal der russischen Regierung veröffentlichte am Montag ein Abkommen, laut dem Bürger des international nicht anerkannten Kaukasus-Staates im russischen Stützpunkt in Südossetien freiwillig als Zeitsoldaten angeheuert werden können.

Dabei weist die Zeitung darauf hin, dass Südossetien nun mit der Reformierung seiner Streitkräfte beginnt und die Zahl der Soldaten auf dieselbe Größe reduziert, die für die Rekrutierung in die russische Armee vorgesehen waren. Das zeuge laut der Zeitung davon, dass es keine Pläne zur Zusammenlegung der südossetischen und russischen Truppen gibt. Die „einzelnen Einheiten“ sind tatsächlich nur dann einzelne, wenn sie im russischen Stützpunkt aus Einwohnern Südossetiens zusammengestellt werden.

Das zeuge außerdem davon, dass das verlegte und danach erneut erwartete Referendum zum Beitritt der Kaukasus-Republik zu Russland kaum zu einer tatsächlichen Vereinigung führen wird. Denn solch ein Militärabkommen wäre einfach sinnlos, wenn im Fall eines Beitritts auf dem Territorium Südossetiens plötzlich die russischen Gesetze in vollem Umfang gelten würden.