Das russische Außenministerium hat laut seinem Leiter Sergej Lawrow keine Informationen über eine angebliche Präsenz russischer Spezialeinheiten an dem an Libyen angrenzenden Luftstützpunkt in Ägypten.

Ebenso über eine mögliche Teilnahme russischer Militärs am Konflikt in Libyen hat Lawrow eigenen Angaben zufolge nichts gehört.

Zudem empfahl der Außenminister, diese Frage dem russischen Verteidigungsministerium zu stellen: „Wenn es sich um Militärs handelt, so wenden Sie sich an Militärs“, betonte der Chefdiplomat am Dienstag.

Ihm zufolge gibt es in Libyen nicht einmal russische Diplomaten, weil „jene, die an die Macht kommen wollen, nichts tun können, damit sich zumindest die Hauptstadt in Sicherheit befindet“.

„In diesem Sinne bin ich von den Versuchen enttäuscht, die Situation in Libyen als geregelt darzustellen“, so Lawrow.

Zuvor hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, Medienberichte über eine angebliche Verlegung russischer Spezialeinheiten in den an Libyen angrenzenden Luftstützpunkt in Ägypten zurückgewiesen.
Wie die Agentur Reuters am Dienstag unter Verweis auf militär-diplomatische Quellen aus den USA und Ägypten mitgeteilt hatte, soll Russland rund 22 Militärexperten und mehrere Drohnen in den an Libyen angrenzenden Luftstützpunkt in Ägypten verlegt haben. Moskau bezeichnete dies als Fake-News, berichtet Sputnik Deutschland