Der Schweizer Botschafter in Russland, Yves Rossier, hat die jetzigen Beziehungen zwischen Russland und der EU mit einem Konflikt eines Ehepaars verglichen, wo jeder glaubt, Recht zu haben und der anderen Seite dabei die Schuld zuweist.

 

Dem Botschafter zufolge erregt die von dieser etablierten Sichtweise abweichende Position der Schweiz Anstoß sowohl bei Moskau als auch bei Brüssel, weil jede Seite wolle, dass sich Bern für jeweils ihre Positionentscheidet und diese dann auch vertritt.

Die Schweiz werde zwar zu dem Tauwetter zwischen Russland und der EU kaum beitragen können, dabei allerdings danach suchen, was vereinige und nicht trenne, betonte der Botschafter abschließend.

Die Beziehungen zwischen Russland und einigen westlichen Ländern sowie den USA hatten sich 2014 angesichts der Ukraine-Krise verschlechtert. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und die EU-Mitgliedsstaaten Sanktionen gegen Russland, darunter im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Als Antwort verbot Russland die Einfuhr von Lebensmitteln aus diesen Ländern.

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