In Astana beginnt heute die nächste Runde der syrisch-syrischen Verhandlungen. Allerdings sind die Vertreter der bewaffneten Opposition nicht in die kasachische Hauptstadt gereist, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag.

Die Oppositionellen werfen den Assad-Truppen vor, den Waffenstillstand mehrmals gebrochen zu haben. In Damaskus behauptet man, zur Fortsetzung des Friedensprozesses mit den Kräften bereit zu sein, die daran wirklich interessiert seien.

Der Erste Vizevorsitzende des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im russischen Föderationsrat (Parlamentsoberhaus), Franz Klinzewitsch, sagte, die Weigerung der Oppositionellen, nach Astana zu kommen, sei zwar für die Waffenruhe gefährlich, werde allerdings nicht zur Aufhebung der Gespräche in Astana führen. „Dass die Oppositionsdelegation nicht gekommen ist, bedeutet nicht, dass sie auch den weiteren Runden fernbleiben wird. Wir sind bereit, mit diesen Kräften zusammenzuwirken. Aber der Boykott des Dialogs widerspricht den Aufgaben zur Syrien-Regelung und zur Beendigung der Konfrontation“, so der Senator.
Der syrische Militärexperte Muhammed Abbas meint seinerseits, dass die Gespräche in Astana zwar wichtig sind, aber keine unmittelbare Rolle für die Situation in Syrien spielen. „Wir führen ständig einen Dialog mit den konstruktiven Kräften, die tatsächlich an der Feuereinstellung interessiert sind, und haben auch Erfolg dabei“, so der Experte. „Was den Dialog in Astana angeht, so kann die Weigerung der Opposition, nach Kasachstan zu reisen, nur davon zeugen, dass sie an der Beendigung des Blutvergießens in Syrien nicht interessiert ist. Die Behörden in Damaskus werden aber trotzdem in zwei Richtungen arbeiten: Kampf gegen den Terrorismus (…) und nationale Aussöhnung mit den Kräften, die dazu bereit sind.“

Quelle: Sputnik / Iswestija

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