Die Nationalisten entführten laut Karas zwei unbekannte Männer aus einem Zug, um sie dann gegen ukrainische Gefangene in der Ostukraine auszutauschen.

 

Die Radikalen hätten die Männer in einem Wald in die Knie gezwungen und sich daraufhin mit den Behörden der selbsternannten Republik Donezk in Kontakt gesetzt, um den Austausch zu besprechen. Dabei sollen die Nationalisten ihre Gefangenen bedroht und versprochen haben, dass es ihnen „sehr schlecht gehen würde“.

Eine ukrainische Armeestreife, die zu diesem Zeitpunkt den Rechtsradikalen begegnete, habe nicht versucht, sich irgendwie einzumischen. Die ukrainischen Soldaten hätten nur empfohlen, die „Viecher nicht allzu heftig zu verdreschen“.

 

Es gibt laut Korrespondent.net jedoch keinen Zugverkehr zwischen den Republiken Donezk und Lugansk und den von Kiew kontrollierten Gebieten. Die Männer seien also offenbar von einem Bahnhof im Gebiet Donezk entführt worden.

Der «Rechte Sektor» ist eine Vereinigung ukrainischer radikalnationalistischer Organisationen. Im Januar und Februar 2014 nahmen die Kämpfer der Bewegung an Zusammenstößen mit der Polizei und Erstürmungen von Verwaltungsgebäuden teil. In Russland wurde gegen den früheren Chef des Rechten Sektors, Dmitri Jarosch, ein Strafverfahren wegen Aufruf zu terroristischer Tätigkeit eingeleitet.

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