Auf einem Flug aus China nach Australien sind die Kopfhörer einer Passagierin explodiert und in Flammen aufgegangen.

Die Frau kam mit leicht versengten Haaren, Rauchspuren im Gesicht und am Hals sowie Brandblasen an der rechten Hand davon. Jetzt gibt die australische Verkehrssicherheitsbehörde eine Warnung heraus.

 

 

„Als ich mich umdrehen wollte, habe ich gespürt, wie mein Gesicht brennt», teilte die Frau gegenüber der Behörde mit. Daraufhin habe sie sich die brennenden Kopfhörer heruntergerissen und sie auf den Boden geworfen. Flugbegleiter sollen ihr zur Hilfe gekommen sein und den kleinen Brand gelöscht haben. Wegen des Gestanks von verschmorter Plastik und angesengten Haaren hätten die Passagiere des Flugzeugs während des restlichen Flugs ständig husten müssen.

Vermutlich hatten die Lithium-Ionen-Batterien in dem Gerät Feuer gefangen, so ATSB. Vor diesem Hintergrund warnte nun die Behörde vor den Gefahren dieser batteriebetriebenen Kopfhörer. Da immer mehr Kopfhörer mit solchen Batterien verwendet würden, steige auch das Risiko für solche Vorfälle in Flugzeugen. Deswegen müssten die Geräte sicher verstaut werden, wenn sie nicht benutzt würden. Ersatzakkus gehörten ins Handgepäck und sollten nicht in aufgegebenen Koffern transportiert werden.

Nach Behördenangaben war dies der erste Fall explodierender Kopfhörer in Australien. Zuvor explodierten aber bereits Tablets und Handys.  Wegen möglicher Explosionsgefahr hatten im vergangenen Jahr etliche Fluglinien die Mitnahme des Smartphones Galaxy Note 7 verboten. Der Hersteller wandte sich zunächst an alle Besitzer dieses Smartphones mit der Empfehlung, die Geräte auszuschalten und sie so schnell wie möglich gegen neue auszutauschen, weil sie wegen defekter Akkus überhitzen und explodieren könnten. Später stellte Samsung die Produktion jedoch komplett ein, weil die Probleme mit den Akkus nicht in den Griff zu bekommen waren.

Quelle: Sputnik