Russland braucht Monarchie, wie das Oberhaupt der Republik Krim, Sergej Aksjonow, am Dienstag im Gespräch mit dem örtlichen Fernsehsender „Perwyj Krymskij“ vorschlug.

Aksjonow zufolge folgt nur kollektive Verantwortungslosigkeit, wenn es keine Alleinherrschaft gibt. Russland, welches heute ein föderaler Staat ist, bei der alle Staatsorgane für einen bestimmten Zeitraum gewählt werden, sollte eine andere Regierungsform einführen.

„Wenn das Land externe Herausforderungen sowie externe Widerstandsneste hat, muss man dabei härtere Maßnahmen ergreifen“, so Aksjonow. „Meiner Meinung nach braucht Russland heute eine Monarchie.»

Die Demokratie in Form von Permissivität sei nutzlos, so der der Krim-Chef weiter. Diese Demokratie, wie sie von westlichen Medien dargestellt wird, brauche man im Land nicht. Ein gutes Beispiel dafür sei heute die Ukraine.

„Wir haben unsere eigenen traditionellen orthodoxen Werte und Spiritualität. Die Demokratie muss innerhalb bestimmter, normaler Grenzen sein», sagte Aksjonow.

Nach letzten Umfragen des russischen Meinungsforschungsinstitut Lewada-Zentrum, deren Ergebnisse die Zeitung Kommersant veröffentlichte, sehen heute 46 Prozent der Russen den letzten Zaren des Russischen Reiches, Nikolaus II., positiv. Den Revolutionsführer Wladimir Lenin dagegen nur noch 44 Prozent.