Eine neue antirussische Zensurwelle droht in Litauen. Dort hat die nationale Rundfunk-Kommission jetzt damit begonnen, die Inhalte lokaler Fernsehsender daraufhin zu überprüfen, ob nicht zu viel „russische Produktion“ im litauischen Fernsehen ausgestrahlt wird.

Wie die Pressesprecherin der Kommission, Birute Kirschene, mitteilte, ging die Intiative zu diesem Schritt von einem Abgeordneten der Partei „Vaterlandsbund – Christdemokraten Litauens“ aus, der die Kommission aufforderte, regionale Fernsehprogramme entsprechend zu durchleuchten.

Konkret habe der Politiker auf den angeblich zunehmenden Anteil an russischen Inhalten im Fernsehen hingewiesen. Es gehe dabei um „Propaganda der russischen und sowjetischen Lebensweise“ und um Sowjet-Nostalgie, was die demokratische Ordnung des Landes gefährde.

Wie die Sprecherin weiter mitteilte, müsse die Kommission nun tätig werden. „Wir haben kein Recht, die Anfrage zu ignorieren, unser Dienst befaßt sich mit dieser Frage. Wir prüfen, wie viele russische Inhalte im litauischen Fernsehen ausgestrahlt werden.“

Auch in Litauen sieht sich die große russischsprachige Minderheit immer wieder diskriminiert. Vor diesem Hintergrund gewinnt die jetzt angeregte Analyse der Fernsehinhalte besondere Brisanz.

Quelle: Zuerst!

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