Drei Jahre nach dem Krim-Referendum ist die von westlichen Toppolitikern stark kritisierte Wiedervereinigung der Schwarzmeerhalbinsel mit Russland für jeden dritten Deutschen eine vollendete Tatsache. Deutsche sind in der Regel besser über den Krim-Streit informiert als Franzosen, Briten oder Amerikaner, wie eine Sputnik-Umfrage zeigt.

 

 

 

Laut der Studie betrachten 36 Prozent der Deutschen die Krim als russisch. Weitere 41 Prozent waren gegenteiliger Meinung. Nur 23 Prozent antworteten mit „weiß nicht“.

 

In Frankreich, Großbritannien und den USA konnten deutlich weniger Menschen zur Zugehörigkeit der Krim eine klare Stellung beziehen. Dort lag der Anteil der Nichtwissenden bei 48, 44 bzw. 51 Prozent.

 

In Frankreich, Italien, Großbritannien und den USA assoziiert häufiger die ältere Generation die Krim mit Russland. In Deutschland ist das umgekehrt: Dort bezeichneten 44 Prozent der Befragten zwischen 25 und 34 Jahren die Krim als russisch. Bei den 55 bis 64-Jährigen lag der Anteil bei 32 Prozent.

 

In den alten Bundesländern ist der Anteil jener, die den Beitritt der Krim zu Russland ablehnen, höher als in Ost-Deutschland: 45 Prozent gegen 38 Prozent. Bei Eltern ist der Anteil der Akzeptanz größer als bei den Kinderlosen (42 bzw. 34 Prozent).

 

Das international tätige Meinungsforschungsinstitut TNS Global hat im Auftrag von Sputnik vom 16. bis 22. Februar dieses Jahres in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und den USA  insgesamt 5.138  Menschen über 16 Jahre (in den USA über 18 Jahre) gefragt, ob sie die Krim als Teil Russlands akzeptierten. Die Toleranz lag bei 3,1 Prozent.

 

Quelle: Sputnik