Bis Ende Mai will Ungarn den Bau eine zweite Linie mit Zaunanlagen an der Grenze zu Serbien abschließen. Ministerpräsident Viktor Orbán motivierte dies im Gespräch mit dem ungarischen Staatsradio mit der Notwendigkeit, das Land vor einer neuen Einwanderungswelle zu schützen.

Orbán kritisierte die EU-Führung schon früher dafür, dass sie „die Sicherheit der Europäer in die Hände der Türken gegeben hat“.

„Selbstverständlich ist es eine unvernünftige Politik, unsere Sicherheit in die Hände der Türken zu geben, die wir zugleich ständig ärgern, über die wir herfallen und die wir ständig dafür kritisieren, dass sie nicht demokratisch genug seien, womit wir einen Konflikt mit ihnen heraufbeschwören“, so Orbán.

 

 

 

Im Herbst 2015 hatte Ungarn bereits seine Südgrenze zu Serbien und Kroatien mit einem Grenzzaun abgeriegelt. Damals teilte die ungarische Regierung mit, dass auch der Bau eines zweiten Zauns wegen der Befürchtung eines weiteren Migrantenansturms aus Ländern des Nahen Ostens sowie aus Nordafrika notwendig sei. Der Bau von Zaunanlagen an der ungarischen Grenze zu Serbien hatte im Februar dieses Jahres begonnen.

Europa erlebt gegenwärtig die stärkste Flüchtlingskrise seit Ende des  Zweiten Weltkriegs. Der steigende Zuwanderungsstrom aus Nordafrika, dem Nahen Osten,  aber auch aus Zentral- und Südasien wurde hauptsächlich durch militärische Konflikte und die prekäre Wirtschaftslage in vielen Ländern dieser Regionen ausgelöst.

 

Quelle: Sputnik 

Метки по теме: ;