Nach dem vermutlich amerikanischen Luftangriff auf eine Moschee nahe des nordsyrischen Aleppo wirbt Moskau für eine engere militärische Koordinierung in Syrien. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte, Russland zweifle nicht, dass der Bombenabwurf, bei dem Dutzende Zivilisten getötet worden sein sollen, gegen Terroristen gerichtet war.

Die betroffene Moschee liegt im Dorf Al-Dschinnah. Zum Zeitpunkt des Angriffs sollen sich dort 300 Menschen zum Abendgebet aufgehalten haben. Das US-Militär hatte bestätigt, ein Gebäude im Norden Syriens bombardiert zu haben, in dem zu dem Zeitpunkt ein Treffen von Al-Qaida-Extremisten stattgefunden haben soll. Das Gebäude soll etwa 15 Meter von einer Moschee entfernt gewesen sein. Angaben über zivile Opfer würden überprüft, hieß es aus Centcom, dem Zentralkommando der USA für den Nahen Osten.
Anders als seine Opponenten werde Russland keine voreiligen Vorwürfe eines gezielten Zivilistenmordes machen, kommentierte die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa am Freitag. „Wir zweifeln im Prinzip nicht daran, dass das US-Militär es auf Terroristen abgesehen hatte.“… „Es muss jedoch geklärt werden, was im Südwesten Al-Dschinnahs tatsächlich passiert ist, was bombardiert wurde und wer diese Opfer, von denen die Augenzeugen sprechen, sind.“

Wenn sich die Informationen über die zahlreichen zivilen Opfer bestätigen sollten, dann sollten sich „alle, wer gegen den internationalen Terrorismus in Syrien kämpft, Gedanken darüber machen, ihr Vorgehen besser zu koordinieren“, so Sacharowa. Zudem gelte es, die Genauigkeit der Zielzuweisungen zu erhöhen und von militärisch kaum zweckmäßigen Angriffen wie etwa auf den Euphrat-Damm abzusehen, sagte Sacharowa.

Quelle: Sputnik Deutschland

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