Die Politik gegenüber Nordkorea muss sich laut US-Außenminister Rex Tillerson grundsätzlich verändern. Das meldet am Freitag die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

„Die Politik der strategischen Geduld mit Nordkorea ist beendet“, wird Tillerson von der Agentur zitiert.


Zuvor hatte die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, gesagt, dass es laut den USA keinen Sinn mehr gebe, die Sechs-Parteien-Verhandlungen zur Regelung des nordkoreanischen Atomproblems fortzusetzen.

„Wir wollen nicht zu den Sechs-Parteien-Verhandlungen zurückkehren“, betonte sie gegenüber dem TV-Sender CNN.

China und Russland seien nun auch dazu aufgefordert, ihre Besorgnis über Nordkorea zu zeigen. An den Sechs-Partei-Gesprächen zur Regelung des Atomprogramms Nordkoreas hatten sich China, Nordkorea, die USA, Russland, Südkorea und Japan beteiligt. Die erste Runde fand im Jahr 2003 statt.

Nordkorea hatte sich im Jahr 2005 zur Atommacht erklärt und in den Jahren 2006, 2009 und 2013 unterirdische Atomversuche unternommen. 2009 war Pjöngjang aus den sechsseitigen Verhandlungen ausgetreten.

Die Situation auf der koreanischen Halbinsel hatte sich nach dem am 6. Januar von Nordkorea durchgeführten sechsten Atombombentest zugespitzt. Aus Pjöngjang verlautete, es sei der Test einer Wasserstoffbombe gewesen. Südkorea nahm daraufhin seine gegen Nordkorea gerichtete Propaganda an der innerkoreanischen Grenze wieder auf. In einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beschlossen all seine 15 Mitglieder, unverzüglich mit der Ausarbeitung einer neuen Resolution zu Nordkorea zu beginnen. Der Sicherheitsrat stellte fest, dass Nordkorea gegen vier seiner Resolutionen verstoßen hat, die in den Jahren von 2006 bis 2013 verabschiedet wurden. Es hieß, dass eine Gefahr für den internationalen Frieden und die Sicherheit existiere.

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