Nachdem Aleppo nun von Al-Quaida und anderen islamistischen Extremisten befreit wurde, ist der Kampf und der Militäreinsatz noch bei weitem nicht zu Ende. Nun beginnt die Aufgabe der Anti-Minen-Spezialtrupps, die unter anderem mit gepanzerten Fahrzeugen im Einsatz sind.

Ein Russischer Soldat der Antiminen-Truppe der Russischen Streitkräfte mit seinem Kameraden — einen Spürhund. Zwei tapfere Kameraden veröffentlichte der offizielle Twitter-Account des Verteidigungsministeriums der russischen Föderation.

Im westlichen und auch bei der deutschen Bundeswehr übernehmen die Pioniere die Aufgabe Minen zu entschärfen, aber sie verlegen auch Minen als Panzersperren. Minen haben im Krieg zwei Aufgaben: Entweder sie sollen Fahrzeuge daran hindern, dass sie in ein bestimmtes Gebiet eindringen oder sie dienen als Falle für gegnerische Soldaten und sollen vor allem Angst und Schrecken verbreiten. Deswegen unterscheidet man grob zwischen Anti-Fahrzeug-Minen und Anti-Personen-Minen. Minen können entweder eigenhändig verlegt werden oder sie werden mit einem Panzer verlegt. Auch die Raketenwerfer der Artillerietruppen können genutzt werden, um Minensperren zu verlegen. Der entsprechende Feuerbefehl durch den Artilleriebeobachter lautet dann: «Sperren!» — dann werden die Minen abgeworfen und somit wird der Zugang durch Fahrzeuge ziemlich erschwert. Minen gegen Panzer detonieren in der Regel erst bei einem Gewicht von 160-200 Kilo. Anti-Personen-Minen, wie beispielsweise die Schmetterlingsmine reagiert schon bei deutlich weniger Gewicht.

Ihre Form erinnert an einen Schmetterling und fliegt nach oben, bevor sie schließlich explodiert. Sie soll Angst und Panik beim gegnerischen Soldaten auslösen, denn der schwer Verletzte (oder Tote) sowie die unversehrten Soldaten wissen nun, dass sie sich in einem Minenfeld befinden und stehen vor einem riesigen Problem: Wie soll man dort noch unversehrt herauskommen? Wen erwischt es als nächstes ?

Die Pioniere der Bundeswehr bilden unter anderem Soldaten aus, die in einen Auslandseinsatz geschickt werden. In den sogenannten «Friedensmissionen» in Jugoslawien stand man des Öfteren vor dem Minen-Problem. Beim russischen Militär übernehmen die Ingenieurs-Truppen den Auftrag der Pioniere. Sie bauen Stellungen, Brücken, Sprengen und verlegen und entschärfen schließlich auch Minen. Das obere Video stellt die russischen Ingenieurs-Truppen vor. Diese übernehmen auch die Aufgabe zu Fuß, wie dieser Soldat mit einem Anti-Minen-Suchgerät. Über den Einsatz in Palmyra berichtete News Front auf Englisch bereits. Hier über den Einsatz in Palmyra im letzten Frühjahr.

 

 

Jede Stadt in Syrien, die von islamistischen Extremisten befreit wird, ist im Zweifel voll vermint und stellt auch Jahre nach einem Krieg ein riesiges Problem dar, weil man nie genau weiß, wo sich noch Minen befinden. Und immer wieder tritt ein Zivilist oder Soldat auf eine Anti-Personen-Mine. Im ehemaligen Jugoslawien wurden so etliche Personen zerfetzt — vor allem Kinder die in Friedenszeiten im Wald spielten sind nicht selten unschuldige Opfer einer Mine, die längst nicht mehr zum Einsatz kommen soll — aber dennoch scharf ist. Hier ein russischer Soldat der Ingenieurs-Truppe mit einem speziellen Minensuch-Gerät.

 

Hier ein Video auf dem russische Pioniere mit einem UR-83P den Kampf gegen die Minen proben. Dieses Gerät erinnert an eine Feldhaubitze und wirft ebenfalls einen Steilflugkörper ab, der dann Minen im Gebiet sprengen soll.

 

Hat man durch eigene Aufklärung, beispielsweise durch Vernehmung des Feindes oder aus dessen taktischen Lagekarten, ein Minenfeld entdeckt, so werden die Minen meistens flächendeckend durch einen Panzer beseitigt. Seit nunmehr über zwei Jahren ist ein spezieller Panzer in Syrien im Einsatz, der nach dem dreiköpfigen Drachen benannt wurde. Dieses Video von News Front zeigt den Panzer bei seinem Einsatz. Es gibt weltweit keinen vergleichbaren Anti-Minen-Panzer. Die Bundeswehr nutzt den Minen-Panzer Keiler, den in Panzerpionier-Kompanien zum Einsatz kommt. Der Skorpion ist der Minenverlegepanzer der Bundeswehr.

 

Der Drachen-Panzer heißt auch UR-77. Er schieß ein spezielles Geschoss in das kontaminierte Gelände, welches darauf ausgerichtet ist möglichst viele Minen im Gebiet zu sprengen. Der Vorteil daran ist, dass es viel schneller geht und soweit keine Person sich im Gebiet befindet ungefährlicher ist. Das eigenhändige Entschärfen von Minen ist weitaus gefährlicher und dauert auch viel länger.

 

 

Die Armee hat den Panzer «Meteorit» genannt und hier ein Video des syrischen Panzers, der seit 2014 im Einsatz ist und nun gemeinsam mit den russischen Truppen seinen Dienst tut. Ein wenig erinnert der Panzer an die Zeichentrickserien Mask oder Transformers, die sich schnell verwandeln konnten, wenn es sein musste.

 

Und hier das Fabelwesen auf den der Name «Smey Goronuch» angelehnt ist — einem slawischen Fabelwesen

 

Ähnlich wie die Deutsche Artillerie den St. Barbara-Tag am 04. Dezember feiert, so feiern die russischen Ingenieurstruppen am 21 Januar ihren Feiertag.

 

Метки по теме: ; ; ; ;