Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat den Vorwurf von Donald Trump, Deutschlandschulde der Nato und den USA hohe Geldsummen, gekontert. Der US-Präsident beharrt darauf, dass Deutschland seine Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen soll.

«Deutschland schuldet der Nato riesige Summen, und die Vereinigten Staaten müssen besser für ihre mächtige und kostspielige Verteidigung bezahlt werden, die sie Deutschland bieten!», schrieb Trump auf seiner Twitter-Seite.

Darauf antwortete die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, dass kein Land sein gesamtes Verteidigungsbudget für die Militärallianz ausgebe.

Laut Merkel werden neben den Militärbedürfnissen auch die Positionen wie Krisenvorbeugung und Hilfe für andere Staaten durch das Militärbudget gedeckt.

Wie der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Martin Schäfer, sagte, sieht der mittelfristige Finanzplan Deutschlands keine Anhebung der Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des BIP vor. Dem Sprecher zufolge zielen die Bündnispartner darauf ab, „sich innerhalb von zehn Jahren auf den Wert von zwei Prozent zuzubewegen». Es gehe also um die Zusicherung, «Fortschritte zu erzielen», doch «dabei muss man aber auch realistisch bleiben», betonte Schäfer.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wies ihrerseits Trumps Vorwurf zurück. Wie sie sagte, gibt es kein «Schuldenkonto» in der Nato. Die Ministerin sprach sich dafür aus, dass in der Nato neben den Verteidigungsausgaben auch die Auslandseinsätze der Mitgliedstaaten unter anderem im Kampf gegen den IS-Terror gegeneinander aufgerechnet werden.

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