In Weißrussland sind laut Präsident Alexander Lukaschenko Dutzende Kämpfer festgenommen worden, die eine „bewaffnete Provokation“ vorbereitet hatten.

„Wir haben bereits mehrere Dutzend (Kämpfer – Anm. d. Red.) festgenommen, (…) die in Lagern mit Waffen ausgebildet wurden“, zitiert Sputnik Belarus Lukaschenko. Eines der Lager habe sich im Raum von Bobrujsk und Assipowitschy befunden, die anderen in der Ukraine. Es habe auch Lager in Litauen und in Polen gegeben, er sei sich dessen aber nicht ganz sicher, betonte Lukaschenko.

Der weißrussische Staatschef verriet zudem bei einem Treffen mit Mitarbeitern eines Unternehmens in Mogiljow, wie die Pläne der Kämpfer aufgeflogen sind.

„Ich bin dankbar, dass es echte Weißrussen und Weißrussinnen gibt, die uns gewarnt haben, während sie selbst im Ausland, nämlich in der EU, waren“, so Lukaschenko weiter. Eine Frau sei in eine weißrussische Botschaft gekommen und habe in einem offiziellen Brief vor einer Provokation gewarnt. „Wir haben begonnen, uns damit zu beschäftigen. Und wir sind tatsächlich sehr interessanten Dingen auf die Spur gekommen.“

Nun muss laut Lukaschenko gründlich geprüft werden, woher die Geldmittel für die Kämpfer stammen, wer für deren Ausbildung zuständig war und aus welchen Ländern die Festgenommenen gekommen sind.

 

 

Aus Sicht des weißrussischen Präsidenten regt sich zurzeit im Lande eine „Fünfte Kolonne“ – Menschen, die die Lage im Land destabilisieren wollen. Solche „Provokateure“ handeln im Auftrag ausländischer Geheimdienste, betonte er. Es seien bereits zahlreiche Versuche festgestellt worden, Waffen nach Weißrussland zu schmuggeln.

Am vergangenen Montag hatte der weißrussische Grenzdienst den Grenzdurchbruch eines Jeeps aus der Ukraine verhindert, in dem Waffen gefunden wurden. Zwei Insassen wurden dabei festgenommen, ein weiterer befindet sich auf der Flucht. Die Beamten beschlagnahmten eigenen Aussagen zufolge eine Pistole Tokarew TT-33, zwei Magazine sowie einen Gegenstand, der einer TNT-Ladung mit Sprengzündern ähnelt.

 

 

Quelle: Sputnik Deutschland

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