Tillerson wird die Sitzung der Nato-Außenminister in Brüssel versäumen, um bei den Verhandlungen zwischen Donald Trump und dessen chinesischen Amtskollegen am 6. und 7. April anwesend zu sein und anschließend zum G7-Treffen nach Italien zu reisen. Von dort aus fliegt er am 12. April nach Moskau, so Reuters.

Im US-Außenministerium wurde der Terminkalender des Außenministers bestätigt, es wurden allerdings keine konkreten Daten für die mögliche Reise nach Moskau genannt. „Wir werden auf offizielle Verkündigungen warten“, sagte der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, dazu.

Nach seinem Amtsantritt traf sich Tillerson bereits am 16. Februar mit dem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Bonn. Bei dem Treffen wurden Bereiche besprochen, in denen Moskau und Washington zusammenwirken können. Damals bezeichneten Lawrow und Tillerson die Verhandlungen als produktiv. „Das Treffen war pragmatisch, geschäftlich, produktiv, es wurden unsere Visionen über die weitere Entwicklung in den Bereichen verglichen, die am 28. Januar von den Präsidenten bei ihrem Telefongespräch erörtert wurden“, sagte Lawrow. Tillerson betonte, dass Russland zur Wiederaufnahme der Kooperation mit den USA den Minsker Vereinbarungen zur Ukraine-Lösung folgen müsse.

Laut dem Direktor des USA- und Kanada-Instituts, Valeri Garbusow, soll bei Tillersons Verhandlungen in Moskau die gesamte Palette der bilateralen Beziehungen angeschnitten werden, vor allem der Antiterrorkampf in Syrien und die Rüstungskontrolle. „Meines Erachtens wird Russland indirekt die Frage nach den Sanktionen stellen. Tillerson wird sich wie Trump zu Krim, Donezbecken und Minsker Abkommen äußern. Gerade die Ukraine wird das größte Hindernis beim Voranbringen der Diskussion bei allen Fragen sei.“

In diesem Zusammenhang rechnet der Experte nicht mit positiven Änderungen in den russisch-amerikanischen Beziehungen. „Beide Seiten werden auf früheren Positionen verharren. Gut, wenn nach diesem Besuch zumindest ein Dialog beginnen wird“, so der Experte.
In Bezug auf eine mögliche Rückkehr Russlands in die G8 nach den Äußerungen des italienischen Außenministers Angelino Alfano, dass der G7-Gipfel auf Sizilien einen Neustart in den Beziehungen zwischen Europa und Russland einleiten soll, äußerte der Experte Zweifel. Angesichts der Atmosphäre in den USA wird jedes freundschaftliche Wort Trumps gegenüber Russland auf Kritik stoßen. Tillerson habe dies schon verstanden und werde kaum das Thema der Rückkehr Russlands in den Eliteklub anschneiden, so der Experte.

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