Bei der NATO bangt man immer noch darüber, welchen Stellenwert der neue US-Präsident dem westlichen Militärbündnis künftig einräumen will. Im Wahlkampf hatte Donald Trump das Bündnis mitunter als „obsolet“ bezeichnet und gefordert, daß künftig alle Bündnispartner ihren Beitragslasten in gleicher Weise nachkämen.

Jetzt gibt es ein neues Signal aus Washington, das nicht geeignet ist, die Befürchtungen der NATO-Oberen zu zerstreuen: beim Halbjahrestreffen des Bündnisses im April müssen die Außenminister ohne ihren amerikanischen Kollegen Rex Tillerson auskommen. Dieser werde bei dem Treffen am 5. und 6. April durch Staatssekretär Tom Shannon vertreten, teilte eine Sprecherin des Außenministeriums mit. Tillerson werde am Mittwoch schon einen Großteil der NATO-Außenminister bei einem Treffen der Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Washington treffen.

Statt am NATO-Treffen will der Minister nun bei den Gesprächen Trumps mit dessen chinesischem Kollegen Xi Jinping am 6. und 7. April teilnehmen, das auf Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida stattfindet. Ein ehemaliger NATO-Diplomat und ein Ex-Regierungsvertreter der USA sagten laut Nachrichtenagentur Reuters, die Allianz habe angeboten, ihr Treffen so zu verschieben, daß es keine Überschneidungen mit dem Besuch Xis gebe. Das US-Außenministerium habe das aber abgelehnt.

Quelle: Zuerst!

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