Mit der Präsenz russischer Militärs in der Stadt Afrin im syrischen Kurdistan will Moskau seine Schlüsselrolle bei der Regelung des Konflikts in dem Land bestärken, wie am Mittwoch die Zeitung „Le Monde“ berichtet.

 

Für die Türkei bedeutet die Einführung eines russischen Kontingents in Afrin demnach ein Ende ihrer Militäroffensive „Schutzschild Euphrat“, die Ankara im August 2016 begonnen hatte. Nun seien alle Richtungen blockiert, in welche die Türkei ihre Offensive fortführen könnte: Im Süden stehen syrische Soldaten, im Westen in der Pufferzone dann russische Truppen, die die türkischen Truppen von den kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG  trenne.

Den nördlichen Teil Syriens kontrollieren die kurdischen YPG-Einheiten, die mit der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden sein sollen. Gerade der Kampf gegen die Kurden sei eins der wichtigsten Ziele der türkischen Armee in Syrien, hieß es.

 

Die türkische Armee hatte am 24. August 2016 den Einsatz „Schutzschild Euphrat“ gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat) gestartet und unter Teilnahme der syrischen Opposition die Grenzstadt Dscharablus im Norden Syriens sowie Al Bab eingenommen. Erdogan hatte erklärt, der Einsatz ziele darauf ab, eine Fläche von 5.000 Quadratkilometern von den Terroristen zu säubern und dort eine Sicherheitszone für die Unterbringung von Flüchtlingen einzurichten.

Laut dem russischen Verteidigungsministerium werde Moskau in Afrin an der Berührungslinie zwischen den kurdischen Einheiten und den Einheiten der so genannten Freien Syrischen Armee eine Filiale des russischen Zentrums zur Versöhnung der Konfliktparteien in Hmeimim schaffen.

 

Quelle : Sputnik Deutschland

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