Zu dem Fall einer Gebirgsjägerin, die behauptet, sexuell belästigt worden zu sein, hat sich nun auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit einem offenen Brief geäußert.

 

German Defense Minister Ursula von der Leyen arrives for the weekly cabinet meeting of the German government at the chancellery in Berlin, Wednesday, Nov. 2, 2016. (AP Photo/Markus Schreiber).

 

Darin ermahnt sie die Soldaten in der Bundeswehr zu einem „respektvollen Miteinander“: „Ich dulde in der Bundeswehr kein Verhalten, das die Würde, die Ehre und die Rechte auf sexuelle Selbstbestimmung von Soldatinnen oder Soldaten und der zivilen Beschäftigten verletzt“, heißt es. Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren wegen sexueller Belästigung aber eingestellt, was bei von der Leyen für Kritik sorgt.

Laut der CDU-Politikerin habe die Staatsanwaltschaft geschrieben: „Bei dem von Ihnen beschriebenen ‘Imponiergehabe’ des Beschuldigten (Posen, Muskelspiel, Aufforderung zum Sex, Griff an das Gesäß) ist jedoch nach allgemeinem (vorwiegend männlichem) Verständnis davon auszugehen, daß der Beschuldigte sein ‘Interesse’ an Ihnen damit kundtun und nicht, daß er Sie beleidigen wollte.“

Für die politisch höchst korrekte Verteidigungsministerin ist eine solche Begründung „abenteuerlich und aus der Zeit gefallen“ und „sie machen den Mut zunichte, sich gegen sexuelle Belästigung zu wehren, und zerstören das Vertrauen von Opfern sexueller Übergriffe, an übergeordneter Stelle Verständnis und Schutz zu finden“.

Quelle:

Zuerst!

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