Die schwedische Agentur für Zivile Eventualitäten (MSB) hat eine Anordnung erteilt, 350 Bunker auf der Insel Gotland in der Ostsee zu überprüfen. Obwohl die Bevölkerung der Insel ungefähr 60.000 Menschen beträgt, sind die Schutzanlagen für Unterbringung von nur etwa 35.000 Personen geeignet.

In den Zeiten des Kalten Krieges waren in Schweden im Rahmen der Vorbereitungen auf einen potenziellen Atomkrieg insgesamt 65.000 solche Bunker eingerichtet worden.
Die Schutzbunker sollten bis Ende des Jahres geprüft werden, sagte einer der MSB-Leiter, Mats Berglund, gegenüber Sverige Radio. Diese Maßnahmen seien mit den Warnungen vor einer „realen und ernsthaften Bedrohung der Sicherheit“ des Landes, so der Chef der schwedischen Sicherheitsbehörde, Anders Thornberg. Nach Angaben der britischen Zeitung The Independent habe der Politiker damit nicht ausdrücklich Russland gemeint, das Land habe aber mit der Mobilmachung seiner Streitkräfte als Antwort auf die Krim-Annexion sowie auf die wachsenden Spannungen im Baltikum begonnen.

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