Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hat am Dienstag ironisch auf Unterstellungen reagiert, heimlich die abtrünnige ukrainische Region Lugansk besucht zu haben.

Ukrainische Medien hatten berichtet, dass der Kiewer Geheimdienst SBU Informationen prüfe, laut denen Peskow in die Hauptstadt der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk gereist sei.

„Ich rufe gerade aus Lugansk an“, antwortete Peskow am Dienstag auf eine entsprechende Journalisten-Frage am Telefon. Und versicherte gleich darauf: „Nein, das ist Scherz.“

Die Berichte aus Kiew bezeichnete Peskow als eine „nicht achtenswerte Ente.“ Er räumte jedoch ein, dass der SBU die Informationen ruhig weiter prüfen solle. „Das ist ja seine Arbeit.“

Im Osten der Ukraine schwelt seit rund drei Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

Formell gilt seit September 2015 in der Region eine Waffenruhe, dennoch kommt es immer wieder zu Zusammenstößen. Nach den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen bislang insgesamt fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

Quelle: Sputnik

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