Jegliche Äußerungen über eine vermeintliche russische Bedrohung in den baltischen Ländern sind aus Sicht des russischen Außenministers Sergej Lawrow absurd und haltlos.

 

„Die Äußerungen, die regelmäßig aus Vilnius, Riga und Tallin zu hören sind, wonach Russland die Identität der baltischen Länder gefährde und irgendwelche aggressive Pläne aushecke, sind absurd und absolut unbegründet. Nicht zufällig pflegt man bei uns zu sagen: Die Angst hat Tausend Augen“, sagte Lawrow im Gespräch mit der russischen Zeitung „Argumenti i Fakti“.

 

In Russland sehe man hinter solchen Äußerungen klar einen politischen Hintergrund – offenbar wolle man, so der russische Chefdiplomat, damit eigene innere Probleme lösen und Wähler mit einem Feindbild mobilisieren.
Auch die „alten Reizthemen“ wie schlechte humanitäre Lage und Diskriminierung der russischsprachigen Bevölkerung in diesen Ländern spielen laut Lawrow eine Rolle. „In diesem Bereich werden unsere Forderungen von den Empfehlungen zuständiger internationaler Organisationen bekräftigt, deren Berichte kritische Bewertungen der menschenrechtlichen Lage im Baltikum enthalten“, betonte Lawrow weiter.
Moskau könne solche für die russische Gesellschaft schmerzhafte Themen, wie beispielsweise die Versuche der Geschichtsfälschung, Heroisierung von Nazis und deren örtlichen Komplizen, nicht einfach außer Acht lassen.
Zugleich sehe Russland aber keine unüberwindbaren Hindernisse für einen Dialog, „gutnachbarschaftliche Beziehungen“ und eine „gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit“ mit den baltischen Ländern, betonte der Außenminister. „Wir sind immer für einen gegenseitig respektvollen Dialog und einer gemeinsamen Suche nach konstruktiven Lösungen der angehäuften Probleme offen.“ Nun liege es an den baltischen Ländern, die gleiche Bereitschaft zu zeigen.

 

 

 

 

Quelle: Sputnik

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