Der ehemalige französische Premier und heutige Präsidentenkandidat der Republikaner, Francois Fillon, plädiert für eine strenge Kontrolle über die muslimischen religiösen Zentren, um den islamischen Neofundamentalismus auszurotten. Seine Ansicht vertrat er am Donnerstag in einem Interview für den französischen Radiosender RTL.

„Ich bin für eine strenge Kontrolle über den muslimischen Kult, um den Fundamentalismus auszurotten, der daran nagt“, so Fillon.

Demnach müsse ein Imam Frankreich verlassen, wenn er „Hass gegen Frankreich predigt“. Ist er Franzose, müsse er „sanktioniert werden“. Die Kontrolle sollten die französischen Geheimdienste ausüben, so der Präsidentenkandidat.

Toleranz braucht Grenzen: Gegen Hassprediger konsequent vorgehen –Islamexperte

Fillon sei aber gegen eine Grenzschließung als ein Mittel im Terrorkampf, im Unterschied zu seiner Rivalin, der französischen Präsidentschaftskandidatin und Chefin des Front National, Marine Le Pen.

„Alle Maßnahmen, die auf eine Grenzschließung gerichtet sind, werden unser Land benachteiligen“, so Fillon.

Die Präsidentschaftswahlen finden in Frankreich im April und Mai 2017 statt. Um das höchste Amt bewerben sich neben Fillon und Le Pen der unabhängige Kandidat und ehemalige Wirtschaftsminister Emmanuel Macron, der Sozialist Benoît Hamon und der Kandidat der extremen Linken, Jean-Luc Mélenchon.

Quelle: Sputnik

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