Aufklärung bringen soll deshalb eine Wanderausstellung mit dem Titel: „Only Human. Leben. Lieben. Mensch sein.“ Dabei soll es um Frauen- und Männergesundheit, HIV und weitere sexuell übertragbare Krankheiten sowie Beziehungen und Geschlechterrollen gehen.

 

 

„In den Gesellschaften, aus denen viele der Flüchtlinge kommen, sind Sexualität und die damit verbundenen Fragen stark tabuisiert“, begründet Regina Lange, Leiterin der psychosozialen AIDS-Beratungsstelle der Caritas, die Notwendigkeit der Ausstellung.

 

Sie beruhe auf drei Säulen: Gesundheit von Mann und Frau im Generellen, sexuell übertragbare Krankheiten, aber auch Rollen- und Werteverständnis hier in Europa. „Dabei geht es darum, den Menschen zu zeigen, daß die Würde des Menschen unantastbar ist. Wir zeigen, wie kleiden wir uns in der Freizeit oder in der Arbeit. Wir zeigen auch, wie lernen wir uns kennen, wie gehen wir miteinander um und wie gestalten wir Kontaktaufnahme“, sagte sie dem Münchner Kirchenradio.

 

Verschiedene Kondomgrößen vorstellen

 

Aber auch beim Thema Kondome steht die Kirche denen, die hier noch nicht so lange leben mit Rat und Tat zur Seite: „Zum Beispiel die verschiedenen Kondomgrößen war ein Anliegen aus dem Asylbereich. Sie haben gesagt, ihr müßt das zeigen, weil diese Standard-Normgrößen funktionieren nicht“, erklärt Lange und fügt hinzu: „Es wäre ja grob fahrlässig, wenn wir darauf nicht hinweisen.“

 

Mit der Ausstellung wolle man einen Beitrag leisten, „daß sich die geflüchteten Menschen in kultursensibler Weise damit auseinandersetzen können“. In der Ausstellung solle „so sensibel wie möglich und so konkret wie nötig“ tabuisierte Inhalte auf Bildtafeln, in Filmen und Apps gezeigt werden. Ansonsten sei die Ausstellung selbsterklärend und verzichte weitgehend auf Sprache. Eine Waage, auf der auf der einen Seite ein männliches und auf der anderen Seite ein weibliches Spielzeug-Figürchen stehen, sollen ohne Worte plausibel machen: Alle Menschen sind gleich viel Wert.

 

Auch Generalvikar Peter Beer vom Erzbistum München und Freising (das frühere Erzbistum von Papst Benedikt XVI.) ist von der Idee begeistert: „Wir müssen mal zur Kenntnis nehmen, die Menschen, die zu uns ins Land kommen, sind nicht alle Katholiken, sondern es sind Menschen aus ganz anderen Kulturkreisen, mit anderen Gewohnheiten.“

 

Finanziert aus Steuergeldern

 

Sie träfen mit einer anderen Kultur zusammen, die von großer sexueller Freizügigkeit geprägt sei. „Jetzt geht es darum, aus christlichem Glauben heraus, das Thema Verantwortung und die dafür notwendigen Wissensgrundlagen auch zu schaffen und zu vermitteln, so Beer. Finanziert wird die Ausstellung vom erzbischöflichen Ordinariat München und dem bayerischen Gesundheitsministerium.

 

Quelle: Junge Freiheit

 

 

 

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