Das sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu an Bord eines Flugzeuges auf dem Weg nach Brüssel, schreibt die türkische Zeitung „Hürriyet“ am Samstag.

 

 

Am Mittwoch hatte der türkische Premier Binali Yildirim die im August 2016 gestartete Operation „Schutzschild Euphrat“ gegen die Terrorgruppierung IS für beendet erklärt. Während des Militäreinsatzes, der mit Unterstützung der syrischen Opposition erfolgt war, wurden die Städte Dscharablus und El-Bab von den Terroristen befreit. Yildirim schloss eine weitere Operation nicht aus, wenn die Sicherheit des Landes bedroht sein sollte.

 

Laut Cavusoglu müssen die einheimischen Kräfte, die zum Schutz der Bevölkerung in den IS-freien Gebieten Syriens stationiert werden sollen, ausgebildet und bewaffnet werden. „Wir werden die Möglichkeit zur Verringerung des Truppenkontingents oder des vollständigen Truppenabzugs erst prüfen, wenn die einheimischen Kräfte die Situation vollständig unter ihrer Kontrolle haben“, so Cavusoglu.

 

Der Minister brachte die Besorgnis Ankaras wegen der Zusammenarbeit der USA mit den Selbstverteidigungskräften der syrischen Kurden (YPG) zum Ausdruck. Die Türkei betrachte die YPG als Terrororganisation, die mit der im Land verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden sei.

 

„Sie (die US-Vertreter) sagen, sie würden anderenfalls zusätzlich Truppen nach Syrien schicken müssen. Es liegt noch keine Entscheidung darüber vor. Aber eine mögliche Zusammenarbeit mit den YPG-Kräften steht weiterhin auf der Tagesordnung. (…) Sie sind darüber besorgt, dass die YPG-Kräfte unter russische Kontrolle geraten könnten, wenn die USA ihre Zusammenarbeit mit ihnen einstellen sollten“, so Cavusoglu.

 

Quelle: Sputnik