Im südamerikanischen Staat Paraguay ist es bei Protesten gegen eine weitere Amtszeit von Präsident Horacio Cartes zu schweren Ausschreitungen gekommen. Demonstranten stürmten am Freitagabend das Parlament in der Hauptstadt Asuncion, warfen Fenster ein und legten Feuer, berichtet BBC Mundo am Samstag.

​Die Polizei setzte gegen die Demonstranten Tränengas und Gummigeschoss ein. Bei den Zusammenstößen wurden etwa 30 Menschen verletzt, darunter ein Abgeordneter, hieß es.

Hintergrund der Proteste ist, dass die Regierungspartei ANR im Senat eine Verfassungsänderung eingeleitet hatte, um die verfassungsmäßig verbotene Wiederwahl des konservativen Präsidenten Horacio Cartes zu ermöglichen.

Der Chef der Abgeordnetenkammer des Parlaments, die nach dem Senat über die Verfassungsänderung abstimmen soll, rief die Demonstranten zur Ruhe auf und erklärte, dass die Abstimmung auf kommenden Dienstag verschoben wird.

Quelle: Sputnik

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