Russlands Präsident Wladimir Putin und sein weißrussischer Amtskollege Alexander Lukaschenko haben sich bei mehrstündigen Verhandlungen am Montag in St. Petersburg auf eine Lösung der strittigen Fragen zu den Öl- und Gaslieferungen geeinigt. Dies berichtet der TV-Sender „Rossiya 24“.

 

 

Weißrussland hat sich demnach verpflichtet, die Schulden für das russische Gas zu begleichen. Im Gegenzug soll Gazprom Minsk einen Rabatt für die Jahre 2018 und 2019 gewähren. Wie groß dieser Preisnachlass sein soll, ist vorerst nicht bekannt. Laut dem russischen Vize-Premier Arkadij Dworkowitsch soll der russische Gaskonzern die Größe des Rabatts in nächster Zeit mit seinem weißrussischen Kollegen erörtern.

 

Laut Putin wurden bei den Verhandlungen Möglichkeiten für gegenseitige Zugeständnisse erläutert. Bei dem Treffen sei die Bereitschaft bekräftigt worden, notwendige Normen zur Schaffung eines einheitlichen Energiemarktes im Jahr 2019 auszuarbeiten.

 

„Wir haben unsere Bereitschaft bekräftigt, alles dafür zu tun, um bis zum 1. Januar 2018 gemeinsame Regeln für einen einheitlichen Gasmarkt zu erarbeiten, und bis zum Jahr 2024 ein Regierungsabkommen im Rahmen der Eurasischen Wirtschaftsunion für einen einheitlichen Gasmarkt zu entwickeln und zu unterschreiben“, zitiert der Sender Putin.

 

Lukaschenko soll sich seinerseits bei Putin für die getroffenen Entscheidungen sowie dafür, dass der russische Präsident einer Umschuldung für 2017 zugestimmt habe, bedankt haben.

 

Der Öl- und Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland war laut Medienberichten Anfang 2016 ausgebrochen, als sich Minsk über ungerechte Preise für russisches Gas beschwerte und auf Eigeninitiative fortan einen niedrigeren Preis zahlte. Moskau habe daraufhin seine zollfreien Öllieferungen nach Weißrussland reduziert, was mit der unzureichenden Bezahlung für die russischen Gaslieferungen sowie mit den unvollständigen Lieferungen von Erdölprodukten nach Russland motiviert worden war.

 

Quelle: Sputnik

 

 

 

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