Die gruseligen Videos mit den Leichen der Opfer des Giftgasangriffes, den angeblich die syrische Armee ausgeführt hatte, sorgten für große Aufregung in der ganzen Welt. Die Mainstream-Medien begannen sofort schreckliche Bilder der Grausamkeiten von Assad zu verbreiten, ohne auch nur zu versuchen, die Zuverlässigkeit der wiedergebenden Information gründlich zu überprüfen.

 

 

Das gab der US-Regierung die Möglichkeit, den Kern ihrer neuen Politik im Nahen Osten zu offenbaren und einen Vergeltungsschlag gegen den Militärflughafen „Schairat“  zu führen. Prüften aber Experten die Beweise für den Einsatz von chemischen Waffen durch Assad, dann entstünden eine Menge Zweifel an dieser These.
Erstens sendeten Medien wie CBS, ABC News, CNN, Euronews, Smart News, Associated Press und andere als Beweise für den Giftgasangriffes Szenen aus dem Video, das von der NGO „Weißhelme“ und ungenannten Zeugen gedreht wurde. Andere Beweise für die Giftgasattacke gibt es nicht.

Zweitens darf man nicht die Tatsache negieren, dass die ersten Berichte über die Verwendung von giftigen Substanzen im Khan Shaykhun im Internet am frühen Morgen des 4. April erschienen, während der Luftangriff auf die Positionen der syrischen Terroristen ein paar Stunden später, und zwar um 11 Uhr, erfolgte. Nach einem Bericht des unabhängigen britischen Projektes für journalistische Recherche „Bellingcat“ begann das Edlib Media Center um 06.22 Uhr (UTC) eine Online-Sendung vom Ort der Tragödie zu übertragen. Um 6.33 (UTC) wurde in YouTube ein Video mit den  Leichen von neun Kindern veröffentlicht. Wenn man dem Link folgen würde, könnte man sehen, dass das Video noch am 3. April veröffentlicht wurde. Nach Angaben von IT-Spezialisten fehlt  die vollständige technische Information über das Video, und zwar über den Autor, Zeit und Ort der Erstellung des Videos. Das bedeutet, dass zuerst Metadaten entfernt wurden, und erst dann wurde das Video im Netz veröffentlicht, damit Urheberschaft, Ort und Zeit nicht herausgefunden werden kann.

Drittens kann man im Video die bloßen Hände des Kameramannes ohne speziellen Schutz gegen chemische Kampfstoffe sehen, was auch Bedenken bzgl. Der Glaubwürdigkeit des Videos hervorruft. Experten für chemische Waffen weisen darauf hin, dass nach der Anwendung von „Sarin“ der Tod innerhalb von 15 Minuten eintritt, und eine tödliche Konzentration in der Luft noch innerhalb von 24 Stunden fortdauert. Die „Weißhelme“ im Video benutzen keinen speziellen Schutz gegen chemische Kampfstoffe und die Journalisten nutzen nur primitive Atemschutzgeräte

Auf dem Video kann man die noch lebenden Menschen sehen, was darauf hindeutet, dass die Giftgasattacke eben erst erfolgte, was auch Misstrauen hervorruft, denn da entsteht doch die Frage, wie die Kameramänner und Rettungskräfte ohne die Verwendung von Schutzausrüstung überhaupt noch am Leben sind und keine Anzeichen einer Vergiftung zeigen. Darüber hinaus müssten die Kinder logischerweise wegen ihres geringeren Gewichtes früher als Erwachsene sterben. Das Video zeigt hier eine scheinbare Widersprüchlichkeit, da die erwachsenen Männer früher als kleine Kinder getötet wurden. Darüber hinaus erklären die Experten, dass die Anwendung von Sarin keinen Trichter auf dem Asphalt bilden könnte, wie es im Video von den Journalisten von „Hadi Abdallah“ demonstriert wurde. Die chemische Ladungshülse von Sarin explodiert über den Boden, um die maximale Schlagwirkung zu verursachen, da sonst der Wirkstoff einfach verbrennen würde.
Viertens hinterlassen auch die Symptome der Opfer des Giftgasangriffes eine Reihe von Fragen. Sarin-Schädigung verursacht Konvulsionen, Krämpfe, unwillkürlichen Stuhl, Speichelfluss, Schwitzen, starke Schmerzen, und das wachsende Gefühl der Angst. Solche Anzeichen der Vergiftung von Sarin haben die Verletzten in Khan Shaykhun nicht. Die Leichen liegen in natürlichen Positionen und die Kinder atmen stark, aber sind ruhig. Die Kleidung und Bettwäsche der Opfer sind alle sauber.

Fünftens zeugt die Analyse der medizinischen Experten des Videos der „Weißhelme“ davon, dass der Giftgasanschlag in Khan Shaykhun offenbar eine Inszenierung sein könnte. Der Vorsitzende der Vereinigung „Schwedische Ärzte für Menschenrechte“ (SWEDHR) Professor Ferrada de Noli und seine Kollegen nahmen die Aufnahmen mit den syrischen Kindern, die angeblich einen Chemiewaffenangriff überlebt hatten, genauer unter die Lupe. Dabei sollen sie zu dem Schluss gekommen sein, dass den Kindern Adrenalin-Spritzen mit einer langen Nadel mitten in die Brust gegeben wurden. Erste Hilfe nach einer Giftgas-Attacke sehe anders aus, betonten die Ärzte. Den Kindern sei außerdem das Medikament nicht verabreicht worden, weil die Spritzenkolben nicht gedrückt wurden.

Im Internet sind auch Meinungen unabhängiger Analytiker erschienen. Zum Beispiel, der amerikanische Experte Joel Scousen meint, dass „der Zwischenfall in Khan Shaykhun eine Fälschung ist“. Die führenden Massenmedien sagten jedoch durchgehend, dass Assad für den Giftgas-Anschlag verantwortlich sei, obwohl die einzige Quelle der Informationen, auf die sie sich stützen, die von USA unterstützten syrischen Rebellen seien. Seiner Meinung nach ist dieser Vorfall ein Teil der politischen Manipulationen, die Druck auf den US-Präsidenten Donald Trump und seine Politik im Nahem Osten auszuüben sollen.
Die Massenmedien haben in Syriens Präsidenten Baschar Assad ein festes Feindbild. Dies ermöglicht die Verstärkung des Drucks auf die internationale Gemeinschaft und provoziert den Ruf nach Aktionen gegen Damaskus, Moskau und Teheran.

Hinter der Medien-Kampagne zum Giftgas-Anschlag kann das Streben stehen, die Aufmerksamkeit von den Luftschlägen der USA auf Syrien und der Rechtmäßigkeit der Handlungen der internationalen Koalition sowie von der Situation im Irak abzulenken. Jetzt wird sich die UNO mit der Untersuchung der Tragödie in Khan Shaykhun und nicht mit den Opfern der Bombardierungen in Mosul und auch nicht mit der Frage der Verletzung der syrischen Souveränität beschäftigen.

 

Quelle

 

 

 

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