US-Präsident Donald Trump hat seine Einschätzung der Nato revidiert.

«Ich habe gesagt, sie sei obsolet. Sie ist nicht mehr obsolet», sagte Trump am Mittwoch bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Trump verwies insbesondere auf die Rolle des Bündnisses beim Kampf gegen die Islamistenmiliz IS. Er danke den Nato-Staaten für deren Unterstützung des US-Angriffs auf eine Basis der syrischen Luftwaffe als Vergeltung für den mutmaßlichen Einsatz von Giftgas in dem Bürgerkriegsland.

Die Beziehungen zu Russland liefen nicht gut, sagte Trump weiter. Möglichweise seien sie an einem Tiefpunkt angekommen. Über sein Verhältnis zum russischen Präsidenten Wladimir Putin äußerte sich Trump zurückhaltend. Er werde abwarten.

Bei einem Besuch in Moskau äußerte sich US-Außenminister Rex Tillerson ähnlich. Es gebe nur wenig Vertrauen, sagte er mit Blick auf den Syrien-Streit. Putin bemängelte, seit dem Amtsantritt Trumps habe sich das Verhältnis verschlechtert.

Russland hatte bereits zuvor kritisiert, dass die USA und andere westliche Staaten ohne Beweise vorzulegen die syrische Regierung für den Giftgas-Zwischenfall verantwortlich gemacht hätten. Den darauffolgenden US-Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt bezeichnete Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei einem Treffen mit Tillerson als Verletzung des Völkerrechts. So etwas dürfe sich nicht wiederholen.

Quelle: Reuters

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