Russland nimmt nicht am Eurovision Song Contest 2017 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew teil. Das bestätigte die europäische Rundfunkunion (EBU, Veranstalter des Gesangswettbewerbs) am Donnerstag.

Zuvor hatte die EBU Russland vorgeschlagen, die russische ESC-Kandidatin Julia Samoilowa, für die Kiew ein Einreiseverbot verhängt hatte, auszuwechseln oder deren Fernteilnahme zu organisieren.

Der russische TV-Sender „Perwy Kanal“ lehnte eine Live-Schaltung von  Samojlowa zum Eurovision Song Contest ab und betonte, dass dies den Regeln und Prinzipien des Wettbewerbes widerspreche. Auch von einem Auswechseln von Samoilowa könne keine Rede sein. Aus diesem Grund will der Sender den Eurovision Song Contest in Kiew nicht übertragen.

„Bedauerlicherweise bedeutet dies, dass Russland diesmal nicht am Wettbewerb teilnehmen wird“, heißt es in der EBU-Mitteilung.   

Zuvor war berichtet worden, dass der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU der russischen Teilnehmerin Julia Samoilowa die Einreise in die Ukraine für drei Jahre verboten hatte. Zur Begründung wies die Behörde auf einen „illegalen Auftritt der Sängerin auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim“ hin. Kiew bestraft Reisen auf die Krim über russisches Gebiet mit Einreiseverbot in die Ukraine.

Der Eurovision Song Contest 2017 findet vom 8. bis 13. Mai in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt.

Quelle: Sputnik

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