Noch vor dem Dienstantritt des Typschiffs „Admiral Gorschkow“ wird die gesamte Admiral-Gorschkow-Klasse (Projekt 22360) der russischen Kriegsmarine modernisiert, schreibt die Zeitung „Iswestija“. Alle nächsten Schiffe dieser Klasse sollen demnach mit schwereren Waffen ausgerüstet und dadurch um jeweils 1000 Tonnen schwerer werden.

Die Weiterentwicklung heißt 22350М („M“ steht für „modernisiert“); ihre Wasserverdrängung werde 6500 Tonnen betragen — um 1100 Tonnen mehr als beim Typschiff, schreibt das Blatt unter Berufung auf einen Sprecher im Hauptstab der russischen Kriegsmarine. Dadurch solle Platz für die Installierung schlagkräftigerer Waffen entstehen.

Die Details der Modernisierung sind noch nicht öffentlich bekannt. Auf dem einzigen im Internet kursierenden Konzeptbild, welches laut „Iswestija“ von einem Elektronik-Zulieferanten veröffentlicht wurde, sind aber mehrere neue Groß-Radare erkennbar.

„Das sind sehr wahrscheinlich moderne Funkradare größerer Reichweite zum Aufspüren von  Luftzielen“, zitiert die Zeitung den Waffenexperten Michail Barabanow. Nach seinen Angaben werden die neuen Schiffe zudem mehr Senkrechtstartanlage für Flugkörper haben.

Das Typschiff „Admiral Gorschkow“ habe einfach nicht genug Platz für moderne Waffen, mit denen die westlichen Konkurrenten FREMM und F110 bewaffnet seien, so der Experte. Deshalb sei die Entscheidung, das Schiff zu vergrößern, durchaus nachvollziehbar.

Die Tarnkappen-Fregatte „Admiral Gorschkow“ lief bereits 2010 vom Stapel und wird seitdem getestet. Der ursprünglich für 2012 geplante Dienstantritt wurde mehrmals verschoben. Obwohl das neue Projekt 22350М erst in der Planung sei, werde es schon in den Marinekreisen als Super-Gorschkow bezeichnet, schreibt die Zeitung.

Quelle: Sputnik

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