Bei ihrem Einsatz im zentralafrikanischen Mali hat die Bundeswehr wegen extremen Klimas mit technischen Problemen zu kämpfen. Die Hitze hat die Hälfte ihrer Fahrzeuge lahmgelegt, wie am Mittwoch die „Welt“ berichtet.

 

German troops based in Senegal, awaiting departure to Mali

 

Die Fahrzeuge sind nach einer technischen Überprüfung vorläufig stillgelegt worden. Grund dafür seien Hitze bis zu 50 Grad Celsius, Staub und Steinpisten. Dazu komme die Versorgung mit Ersatzteilen aus Deutschland sowie die Reparaturarbeiten im Camp Castor in Gao (Nordosten von Mali) nur schleppend voran.

Zuvor hatte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und sein französischer Amtskollege Jean-Marc Ayrault auf dem Flugfeld in Gao einen Hubschrauber vom Typ Tiger begutachtet.  Dieser sollte eigentlich am 1. Mai einsatzbereit gemeldet werden, laut dem Bericht fehlt aber noch immer eine Sonderfreigabe zum Flug unter hohen Temperaturen. Zurzeit gilt eine Grenze von 43,26 Grad Celsius, hieß es. Falls die Temperaturen in Mali diesen Wert übersteigen sollten, könne der Kampfhubschrauber nicht starten. Derzeit ist laut Medien eine Sondergenehmigung für den Einsatz bis 48,26 Grad Celsius beantragt.

Die Bundeswehr ist seit drei Jahren in Mali engagiert, welches nach einem Armeeputsch 2012 in eine tiefe Krise gestürzt war. Zuvor war berichtet worden, dass das Bundeskabinett die Ausweitung des Bundeswehreinsatzes im Rahmen der Uno-Mission Minusma in Mali beschlossen hatte. Grund für die Verstärkung ist eine Vereinbarung zwischen Deutschland und der Uno, die Rettungskette im Norden des Landes ab Frühjahr von den Niederländern zu übernehmen.

Die Mali-Mission der Uno gilt als die gefährlichste weltweit. Nach Medienangaben wurden dabei bis Oktober 2015 insgesamt 70 Blauhelmsoldaten und andere UN-Kräfte getötet.

 

Quelle: Sputnik