Xavier Jugele, der französische Polizist, der am Donnerstagabend bei einem Anschlag auf den Pariser Champs Éliysées erschossen wurde, ist ein besonders tragischer Fall. Er war nämlich schon einmal bei einem Terrorangriff im Einsatz und überlebte damals. Das war im November 2015, als bei einem islamistischen Terrorangriff auf die Pariser Konzerthalle „Bataclan“ 130 Menschen auf zum Teil bestialische Weise massakriert wurden und 300 weitere verletzt wurden.

 

 

Diesmal nun ereilte Jugele, der im Mai 38 Jahre alt geworden wäre, sein Schicksal. Sein Mörder heißt nach Behördenangaben Karim Cheurfi, ist vorbestrafter „Franzose“ und soll nach ersten Erkenntnissen im Auftrag der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) gehandelt haben. Bei ihm wurde ein Schreiben gefunden, in dem der IS verteidigt wird. Zudem reklamierte der IS den Angriff für sich.

Cheurfi war bislang nicht als islamistischer Gefährder aufgefallen. Er war aber 2005 wegen mehrfachen versuchten Mordes – unter anderem an einem Polizisten und an einem Polizeischüler – zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Vor zwei Monaten wurde er erneut festgenommen, weil er Polizistenmorde geplant haben soll. Aus Mangel an Beweisen kam er wieder frei.

 

Quelle: Zuerst