Die Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer in Deutschland ist einem Medienbericht zufolge 2016 im Vergleich zum Vorjahr um ganze 52,7 Prozent gestiegen. Einige Delikte sind demnach besonders aufgefallen.

 

 

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will am Montag seine neueste Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) offiziell präsentierten, die der „Welt am Sonntag“ schon vorab vorliegt. Wie daraus hervorgeht, gab es 2016 insgesamt 616.230 ausländische Tatverdächtige. Die Zuwanderer haben demnach einen überdurchschnittlich großen Anteil daran – nämlich mehr als ein Viertel.

Wie das Blatt berichtet, sollen von den 174.438 tatverdächtigen Migranten rund 30.700 aus Syrien stammen. Rund 17.500 kommen demnach aus Afghanistan, 12.000 aus dem Irak, 9.800 aus Albanien, 8300 aus Algerien und 8200 aus Marokko.

Besonders Sorgen würden in erster Linie jedoch Zuwanderer vom Balkan und aus Nordafrika bereiten. Vor allem Algerier, Marokkaner und Tunesier fielen durch Straftaten auf, hieß es.

Laut der PKS wird außerdem 31 Prozent aller tatverdächtigen Migranten vorgeworfen, mehrere Straftaten begangen zu haben. Und ganze fünf Prozent sollen bereits mindestens sechs Mal kriminell geworden sein.

Um einen Vergleich mit der restlichen Bevölkerung Deutschlands zu ermöglichen, seien Straftaten wie illegale Einreisen nicht berücksichtigt worden. Wie die Zeitung berichtet, sollen die Migranten bei einigen Delikten besonders aufgefallen sein.

„So stellen sie beim Taschendiebstahl einen Anteil von 35,1 Prozent aller Tatverdächtigen. Bei den Delikten gefährliche und schwere Körperverletzung sowie Vergewaltigung und sexuelle Nötigung sind es jeweils 14,9 Prozent. Und bei Wohnungseinbrüchen 11,3 Prozent“, heißt es.

Die Entwicklung sei jedoch zu erwarten gewesen, erklärte der Wiesbadener Kriminalpsychologe Rudolf Egg der dpa. Manche Zuwanderer hätten wegen ihrer Alters- und Sozialstruktur „ein Bündel von Risikofaktoren“.

Er zählte auf: junge alleinstehende Männer, ohne Familie, schlecht integriert, mit geringer beruflicher Perspektive und möglicherweise ohne Bleibeperspektive. Viele Taten beträfen Migranten untereinander.

 

Quelle: Sputnik