Zwei Mönche in Japan haben ihren Tempel zur Mehrarbeitsvergütung herangezogen. Nun haben beide ihre Überstunden von 40 Jahren nachgezahlt bekommen, wie lokale Medien berichten.

 

 

Die Mönche haben 40 Jahre lang im Higashi Hongan-ji Tempel in Kyoto, einer der geschichtlich und kulturell bedeutendsten Städte Japans, gearbeitet.  Er gilt als Haupttempel der buddhistischen Schule Jodo-Shinshu, der oft auch von Touristen und Pilgern besucht wird.

Die beiden Männer waren für die Aufnahme der Pilger verantwortlich, die im Tempel übernachteten. Der Arbeitstag der Mönche fing also sehr früh an, Feierabend hatten sie erst sehr spät. Demnach arbeitete jeder oft etwa 130 Überstunden pro Monat. Und das über 40 Jahre lang.

„Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“ müssen sich die Männer nun gedacht haben, als sie sich dem Thema Rente annäherten. Laut Medienberichten haben sie bei der Tempelleitung eine Bittschrift eingereicht, in der sie um Bezahlung für die geleistete Arbeit anfragten. Demnach befand die Leitung zunächst, dass das Statut des Tempels mit geltenden Rechtsnormen des Landes nicht übereinstimmt. Nun wurde den Männern der volle Betrag ausgezahlt.

Seit 1973, als die Mönche zu arbeiten begannen, verdankte der Tempel den beiden 6,6 Millionen Yen (ca. 65.000 US-Dollar), hieß es. Im vergangenen Monat gingen die Mönche in Rente.