Heute, am 28. April, ist ein historischer Tag für den Balkan und für Europa, unabhängig davon, wie die Ereignisse heute abends im Land entwicklen werden. Die Abstimmung des montenegrischen Parlaments über den NATO-Beitritt ist der Höhepunkt einer sehr großen Anzahl von verschiedenen Veranstaltungen, die im Land in den letzten Jahren stattgefunden haben. Aufgrund der Zusammensetzung des Parlaments, der Ausrichtung der Regierungspartei und der Boykotts der Opposition, kann man in festem Glauben bestätigen, dass die Entscheidung über den NATO-Beitritt positiv sein wird.

 

 

Die Veranstaltung wurde vor etwa einer Woche angekündigt, und wird nicht in Podgorica, sondern in der historischen und kulturellen „Hauptstadt“ von Montenegros Cetinje  stattfinden. Auswärtige Sitzung auf offizieller Ebene betont die Bedeutung und Feierlichkeit der bevorstehenden Ereignisse. Aber solches Vorgehen von den montenegrischen Behörden ist auch damit zu erklären, dass in Podgorica an diesem Tag  schon die Massenproteste der zahlreichen Gegner der NATO-Mitgliedschaft angekündigt wurden. Wenn man die bisherigen Aktionen in Betracht ziehen würde, könnte man sicher eine sehr aufgeheizte Atmosphäre in der Hauptstadt vorschlagen, wenn solche historische Entscheidung von den Abgeordneten zu dieser Zeit in der Hauptstadt getroffen würde.

Cetinje ist nicht nur von Podgorica in Richtung Küste entfernt, sondern auch ist jetzt dieser Straßenabschnitt zwischen Podgorica und Cetinje eigentümlicherweise wegen der Renovierungsarbeiten der Straßendecke abgesperrt. Wenn man auch die maximale Verstärkung der polizeilichen Kontrolle berücksichtigen würde, ist die gleichzeitige Ankunft in der Stadt einer großen Anzahl von politisch aktiven Menschen aus technischen Gründen einfach unmöglich.

Ein solche Aufmerksamkeit auf die Straßenproteste gegen des Beitritts Montenegros zur NATO ist im globalen Prozess vollständig begründbar. Es wäre genüg, daran zu erinnern, dass die Anti-NATO-Proteste in Montenegro im Oktober 2015 zu den Massenunruhen geführt, die nur mit den schwersten Maßnahmen der Polizei zu unterdrücken gelang. Weitere Aktionen der Opposition waren obwohl ruhiger, aber trotzdem waren das auch Massenproteste. Die angespannte Lage war auch im Jahr 2016 während der Massendemonstrationen wegen des Misstrauensvotums dem damaligen Premierminister (der immer noch die Position des Leiters der Regierungspartei hält), Milo Djukanovic. Noch früher, im Jahr 2008, war es fast zu der Besitznahme der staatlichen Institutionen gekommen, nachdem die anti-serbische Entscheidung über Anerkennung der Unabhängigkeit Kosovos von den Behörden Montenegros getroffen wurde.

 

 

In genereller Hinsicht sind die Demonstartionen und Proteste ein unveränderlicher Hintergrund des täglichen Lebens Montenegros. Im vergangenen Sommer wurde das Stadtzentrum immer wieder aufgrund der Protesten der Mitarbeiter des Kombinats in Podgorica wegen der monatlangen Verzögerungen der Belohnung blockiert wurde. Dann entstand der Skandal mit den Parlamentswahlen mit dem Staatsstreichs und Video-Beweise für Stimmenkauf. Kurz nachdem fanden die Proteste der kinderreichen Mütter, die empört wegen der Senkung des Hilfsgeldes waren.

 

Die nicht Standartsituation ist in der montenegrinischen Macht. Die Oppositionsparteien und die Koalitionen, die weniger der Hälfte der Stimmen nach den offiziellen Wahlergebnissen am 16. Oktober des vorigen Jahres bekommen haben, boykottieren seit dieser Zeit die Sitzungen als Protest gegen die endlichen Ergebnisse.

Das Regime beschuldigt in der Organisation der zweifelhaften Staatsstreich die Führer der Opposition und Moskau. Und auf jeden Fall, ist der Sieg der geltenden Macht über der kardinal anderen Opposition das Merkmal der gefährlichen Spaltung in der montenegrinischen Gesellschaft.

So die Abstimmung nach der historischen Lösung über den wahrscheinlichen NATO-Eintritt in Montenegro passiert mit der Unzufriedenheit der Bürger und der permanenten Proteste – politischen und sozialen.

Wir denkan an den territorialen Streit von Montenegro gegen die teilweise anerkannten «Republik Kosovo»: es handelt sich um einige Quadratkilometer. Jedoch gibt es die Bedrohung wegen dieser Erden seitens der Kosovo-Albaner.

Wir denken auch an den Strafsachen gegen den Exministerpräsidenten und den geltenden Führer der herrschenden Partei in Montenegro Mil Dschukanowitsch. Das Gericht in Italien hat ihn als sein gefährlicher Verbrecher genannt, und die deutschen Massenmedien haben das Schema seines illegalen Handels mit den Zigaretten mit den IS-Terroristen im vergangenen Jahr ermittelt.

Solches Land mit inneren Widersprüchen nimmt NATO jetzt an. Die Führung der Allianz hat die offizielle Einladung im Dezember 2015 Podgoriza gerichtet, in die Allianz einzutreten. Dann war das Protokoll in Brüssel auf das Jubiläum von unabhängigen Montenegro unterschrieben, das die Parlamente der Länder-Teilnehmerinnen der Allianz im Laufe des Jahres ratifizierten.

Aber zu welchem Ziel?

Montenegro ist ein kleines Land mit der Bevölkerung 600 Tausend Menschen und und die Armee besteht nur aus 2000 Militärs, einer Brigade der Landstreitkräfte, einem Panzer, einer Haubitze, einiger Flugzeuge, die niemals seit 2010 verwendet wurden. Mit solcher Armee ist die Nordatlantische Allianz beabsichtigt, die Kampffähigkeit «zu verstärken».

Die montenegrinische Armee kann für NATO nur als «die lebendige Kraft» interessant sein. Es beunruhigt die montenegrinischen Bürger, die, wie alle andere, die Militäroperationen der Allianz und seine Verluste sehen. Afghanistan ist ein gutes Beispiel dafür. Nicht alle montenegrinische Bürger finden NATO gut. Alle errinern sich an die historischen Maßen. Alle erinnern sich an die Bombardierungen Jugoslawiens in 1999, an die Vernichtung des Landes, an die toten Zivilisten …

«Warum brauchen sie in NATO das Land, das nie NATO verzeihen wird?», — schrieb der populäre montenegrinische Journalist Marko Milatschitsch zu den amerikanischen Senatoren, der jetzt verhaftet ist. Nach den Umfragen ist die Hälfte der Montenegrosbürger gegen die Mitgliedschaft an NATO.

https://news-front.info/2017/01/25/chernogorskij-zhurnalist-senatoram-ssha-zachem-vam-v-nato-strana-kotoraya-vas-nikogda-ne-prostit/

Montenegro ist interessanter aus der Sicht der geographischen Lage. Nach dem Zerfall der Unionsrepublik Jugoslawiens hat sie, im Unterschied zu Serbien, den Ausgang ins Meer und die Häfen bekommen. Das Adriatische Meer, die die Küsten anderer NATO-Teilnehmer — Italien, Kroatien, Albanien, Griechenland – umspült, hat den tatsächlichen Ausgang zum Mittelmeer, zur Türkei und Nahen Osten. Mit dem Eintritt Montenegros in NATO wird  die ganze Mittelmeerküste von NATO kontrolliert.

Gleichzeitig umstehen die NATO-Länder Serbien, das in der militärischen Politik neutral ist. Dieses Land nimmt an den serbisch-russisch-weißrussischn Übungen teil.

Außerdem, bemerken die Gegner der Allianz in Montenegro  einen geopolitischen und teilweise psychologischen Moment – das Einziehen in die NATO der historischen Allierten Russlands.

Die orthodoxen Völker des Balkans wurden wegen der bedeutenden für ihre Geschichte Ereignisse zu Westen geneigt. Aber dieser Eintritt zerstört die Beziehungen.

Das Foto: die Karte

Es gibt eine andere Frage : Wofür ist diese Nutzung des Territoriums, der Menschen und sogar der Geschichte für Montenegro notwendig? Nach den offiziellen Massenmedien, soll die NATO das Land sicherer machen. Jedoch beobachtet die ganze Welt gerade jetzt, dass  die  Allianz sogar sich selbst vor den Angriffen der Terroristen nicht schützen kann.  Werden sie fleißig Montenegro helfen? Es ist zweifelhaft. Hingegen wird es ein potentielles Ziel für die religiösen Extremisten.