Berlin-Spandau: Zwei Asylunterkünfte stehen wegen Mängel und Koordinationsproblemen leer, während die Stadt für ein Gebäude eigentlich bereits die Miete zahlt, berichtet das „Spandauer Volksblatt“.

Das Containerdorf in Spandau sollte eigentlich bereits im vergangenen August in Betrieb gehen, dann wurde der Eröffnungstermin auf November verschoben. Doch wegen einer langen Mängelliste bleibt es immer noch unbewohnt.

Die Container würden bereits stehen, jedoch seien sie immer noch unbewohnbar. So würden dort Elektrokabel offen herumliegen, Sonnenschutz-Vordächer und Klimaanlagen fehlen und die Küchenzeilen zu klein sein. „Solange diese Mängel nicht behoben sind, versuchen wir die Belegung der Gemeinschaftsunterkunft zu vermeiden“, zitiert das Blatt den Bürgermeister Helmut Kleebank.

Zuständig sei dafür das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) gewesen, das dort Familien aus anderen prekären Unterkünften unterbringen sollte. Dann sei aber die Mängelliste aus dem Rathaus gekommen, die den Einzug stoppte.

Dies sei jedoch kein Einzelfall. So soll auch das frühere Seniorenzentrum an der Spandauer Straße vor Oktober nicht belegt werden, da dort noch kein Träger gefunden worden sei. Hintergrund seien Klagen von Betreibern gegen die Ausschreibung einzelner Unterkünfte in Berlin. Obwohl die Heime bereits bezugsfertig seien, würden sie nun leer stehen. Derweilen zahlt die Stadt nach Informationen des „Spandauer Volksblattes“ seit Januar 2016 eine jährliche Nettomiete in Höhe von rund 1,07 Millionen Euro.

Quelle: Sputnik

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