Der Abgeordneten des ukrainischen Parlaments Nadeschda Sawtschenko zufolge wird die Regierung des Landes die von der Volkswehr kontrollierten Territorien des Donbass nicht mehr auf friedlichem Wege zurückerhalten können, berichtet das Portal ng.ru.

 

 

Gegenüber dem Fernsehsender NewsOne sagte die Ex-Kampfpilotin: „Eine der Wahrheiten, die ich Ihnen bisher nicht zu sagen wagte, lautet: Der Donbass gehört uns nicht mehr. Die Behörden haben in den drei zurückliegenden Jahren alles dafür getan, dass wir diese Territorien verlieren. Meine Worte könnten verdreht werden, aber ich sage die Wahrheit. (…) Wir haben dem Feind alle Hebel in die Hand gegeben, damit er sich auf diesem Territorium festsetzt.“

Sawtschenko nahm damit Stellung zu der Abschaltung der ostukrainischen Gebiete vom Stromnetz.

Die Situation im Osten der Ukraine hat sich weiter verschärft. Wie es am Freitag aus dem Armeekommando der selbsterklärten Donezker Volksrepublik hieß, hat das ukrainische Militär seit Donnerstag 53 Mal den Waffenstillstand verletzt, wobei 17 Ortschaften unter Beschuss genommen wurden. Wie die „Donezker Nachrichtenagentur“ (DAN) meldet, hat die ukrainische Armee Panzer, Granatwerfer, gelenkte Panzerabwehrraketen, Schützenpanzer, Panzerbüchsen und Schusswaffen eingesetzt.

Indes berichtet die ukrainische Agentur UNIAN unter Berufung auf Militärsprecher Andrej Lyssenko, dass die Volkswehrmilizen die Zahl ihrer Feuerangriffe auf die ukrainische Armee mehr als verdreifacht hätten. Die ukrainischen Soldaten „waren mehrmals gezwungen, das Feuer zu erwidern“, hieß es. Laut der Agentur hat die Volkswehr die ukrainischen Armeekräfte seit Donnerstag 65 Mal unter Beschuss genommen. Die ukrainische Armee sei bereit, „im Falle einer bewaffneten Aggression seitens der Russischen Föderation“ den Kriegszustand auszurufen, hieß es.

 

Quelle: Sputnik